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14.09.2017 - 05.11.2017 | Region: Asien | Länder: Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Usbekistan, China

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Meine große Reise rückt immer näher! Vom 14.09. bis 05.11.17 geht es 54 Tage entlang der Seidenstraße von Köln bis Peking. Mit insgesamt 4 Enten, sowie 8 Oldtimern und 2 Beiwagenmaschinen geht es durch Deutschland, Polen, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan nach China. Sie haben die Gelegenheit auf meinem Block jeden Tag zu schauen, wo wir gerade sind und wie es bis dahin gelaufen ist. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und bitte um Nachsicht, wenn ich nicht jeden Tag dazukomme zu schreiben.

Am 21.07.17 fand in Gäufelden bei Stuttgart das offizielle Kennenlernen der Teilnehmer und die Durchsicht der Fahrzeuge statt. Unsere Ente hatte nur kleine Mängel, die Jürg Mörf rasch behoben hat. Die Teilnehmer sind eine bunte Mischung aus Österreicher, Deutsche und Schweizer.

Am 13.09.17 geht es nun los. Mein Co-Pilot Christoph und ich fahren nach Köln. Der offizielle Start ist dann am 14.09.17 beim Schockoladenmuseum in Köln um 11.30 Uhr.

 

 

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Tag 1

Köln - Dresden - 14.09.2017
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Nach dem Frühstück in unserem Hotel Schwan in Weilerwist, geht es direkt nach Köln. Treffpunkt ist im Schokoladenmuseum. Wir sind fast die ersten, nur Christian und Rita sind schon da. Natürlich sind Andreas und Lukas sowie seine Helfer schon dabei alles für den großen Start vorzubereiten. Schön langsam treffen alle nacheinander ein. Auch unsere Enten aus der Schweiz und Deutschland treffen ein. Alle Autos werden genau geplant platziert. Nachdem alle bis auf Team 5 und Team zwei eingetroffen sind, geht es zum Briefing. Hier werden auch die GPS Geräte übernommen. Anschließen gibt es noch eine Schokoladenmuseum Führung. Die Firma Lindt hat ein Museum aufgebaut mit einer ganz tollen Lage direkt am Rhein. Nach dem Briefing kommen die offiziellen Ansprachen, der Vertreter der Stadt Köln, des Karnevalsvereines sowie des Chefs des Unternehmens China Tours. Es ist wirklich kalt und windig, aber alle harren brav aus. Auch wir haben Besuch, ein Bekannter aus Österreich, der in Köln lebt, ist bei der Veranstaltung dabei. Endlich geht es los. Mit den GPS Geräten kommen Christoph und ich nicht gleich zurecht. Nachdem wir eine falsche Abfahrt genommen hatten, kamen wir in die Innenstadt mit Einbahnen und Baustellen und LKW’s die die Straße sperren. Zu guter Letzt kommen wir aus der Stadt raus und fahren Richtung Dresden. Manchmal regnet es und es ist extrem windig. Wir überholen nur ein Fahrzeug von Jürg und Maya und Team 4 überholt uns. Wir kommen um 19.30 Uhr im Hotel an. Jetzt noch Abendessen und dann früh zu Bett, denn morgen geht es ja wieder früh weiter.



Tag 2

Dresden - Breslau - 15.09.2017
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Das Frühstück im Hotel Elbflorenz ist einfach super! Einige Teilnehmer haben noch Probleme mit dem GPS. Christoph erklärt das Gerät so gut es geht. Der Vormittag steht heute für die individuelle Besichtigung von Dresden zur Verfügung. Jeder erkundet die Stadt auf eigene Faust. Manche kennen Dresden schon gut und fahren schon früher nach Breslau los. Christoph und ich marschieren vom Hotel ins Zentrum und sehen den „Zwinger“, dann die Semper Oper, die Dresdner Altstadt und natürlich die Frauenkirche. Wir starten zur gleichen Zeit wie Team 10. Christoph navigiert mich gut aus der Stadt heraus. Die Fahrt nach Breslau dauert rund drei Stunden. Auch auf dieser Strecke wieder viel LKW Verkehr. Gleich nach der Grenze tanken wir und zahlen das erste Mal Mit Zloty. Unser Hotel in Breslau erreichen wir gemeinsam mit Team 1 und Team 11. In der Parkgarage des Hotel Sofitel Wroclaw Old Town, wurden die Parkplätze für uns reserviert, was für ein Luxus. Nach dem Einchecken geht es gleich Mal um den Hauptplatz herum. Hier gibt es viele Restaurants und sonstige Lokale. Zum Abendessen sind wir heute um 19.30 Uhr im Hotel.



Tag 3

Breslau - Warschau - 16.09.2017
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Heute startet wieder jeder wieder individuell vom Hotel. Die einen schauen bleiben noch in Breslau und die anderen fahren früher los um noch Städte am Weg nach Warschau zu besuchen. Mit der Entenrunde haben wir vereinbart, dass wir gemeinsam nach Warschau fahren. Am Weg dort hin werden wir noch nach Lodsch fahren. Wir starten um 11.00 Uhr. Ich fahre mit meiner Bunten Urlaubswelt Ente voraus, Jürg Morf macht den Abschluss mit seiner Ente mit dem markanten gelben Scheinwerfer. Christoph übernimmt in meinem Auto die Navigation mit dem GPS von China-Tours. Wir kommen gut aus der Stadt raus. Mit dem Walkie Talkie unterhalten wir uns, was nicht immer leicht ist mit unseren Dialekten. Die Autobahnen in Polen sind sehr gut ausgebaut. Man sieht hier, dass die EU viel Geld investiert hat. Bei Heidi wird der Sprit knapp, aber es gibt keine Tankstellen auf der Autobahn, so müssen wir abfahren und in einem kleinen Ort tanken. Bei Heidi funktioniert ein Scheinwerfer nicht, Jürg hat das im nu wieder repariert!. Wo immer wir fahren erregen wir Aufmerksamkeit. Die Leute winken uns zu, halten den Daumen oben oder blinken uns an. Weiter geht es nach Lodsch. Gleich im Zentrum finden wir einen Paktplatz, der sogar bewacht ist. Wir trinken Kaffee und marschieren einmal die Flaniermeile bzw. Einkaufsstraße auf und ab. Leider ist das Wetter nicht besonders, es regnet ganz leicht. Dann geht es weiter Richtung Warschau. Wir bekommen einen Anruf, dass ein Mercedes Probleme hat, aber unser Mechaniker ist schon vor Ort und kümmert uns darum. Auch bei meinem Auto hat es was. Die Lichtmaschine lädt nicht. Jürg meint, das kriegen wir hin. Um Strom zu sparen fahre ich ohne Licht bis nach Warschau. In Warschau ist es nicht ganz einfach unseren Weg zu finden, aber Christoph macht das gut und so kommen wir gut nach Warschau zum Parkplatz des Hotels Polonia. Wir checken ein und treffen uns beim Abendessen um 19.00 Uhr im Hotel. Der Mercedes kommt etwas verspätet an, braucht aber noch eine Werkstätte um das Problem mit dem Ölschlauch in den Griff zu bekommen. Frank will sich morgen unsere Lichtmaschine anschauen. Nach einem Bierchen an der Bar geht es zu Bett.

 



Tag 4

Warschau - 17.09.2017
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Nach dem Frühstück wartet bereits unsere Reiseleiterin Frau Marzena auf uns. Wir bekommen alle ein Headset. So ausgestattet marschieren wir zum Linienbus und fahren ins Zentrum. Wir marschieren die Königsstraße entlang. Erstaunlich, dass die Stadt nach den ursprünglichen Plänen bzw. Gemälden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Die Straße wirkt herrschaftlich. Wir marschieren in die Altstadt und besichtigen die engen Gassen und das Museum und Denkmal für das Jüdische Ghetto. Weiter geht es am Schloss vorbei, zur Johanneskathedrale und anschließend gibt es eine Schlossbesichtigung. Auch das Schloss wurde von den Nazis zerstört bzw. gesprengt und wieder aufgebaut. Die Schätze hatten die Polen vorher in Sicherheit gebracht, dadurch kann man vieles heute noch sehen. Nach der Führung haben wir noch Gelegenheit die Stadt auf eigene Faust zu besichtigen oder ins Hotel zurück zu fahren. Wir bleiben noch ein wenig, trinken etwas und essen eine Kleinigkeit. Dann Maya, Jürg und ich mit dem Taxi zum Hotel zurück. Frank, Jürg und Stefan versuchen meine Lichtmaschine wieder flott zu kriegen. Tatsächlich gelingt das auch, aber wir werden dennoch versuchen eine neue zu bekommen. Schlechter schaut es da mit dem Volvo aus, der braucht Ersatzteile. Am Abend sind wir zu einem Folkloreabend eingeladen. Es gibt gutes Essen, aber leider auch heute wie gestern wieder Ente als Hauptgang, was nicht allen Teilnehmer gefiel. Die Show war wirklich sehr nett gemacht und nachdem nur unsere Grupp war, war das sehr individuell. Zurück geht es dann wieder mit dem Linienbus. Es hat zu regnen aufgehört – es schüttet!! Die Füße schmerzen.



Tag 5

Warschau - Brest - 18.09.2017

Es gibt nach dem Frühstück noch einiges zur organisieren. Unsere Reiseleiterin von gestern hat angerufen, es fehlen noch drei Audio Systeme, der Fahrer vom Hotel meldet sich wegen den Volvo Ersatzteilen. Die meisten Autos starten um 08.00 Uhr vom Hotel. Wir vier Enten starten wieder im Entenmarsch aus der Stadt heraus. Wir tanken nochmals in der Stadt, dann geht es auf die Autobahn. Die Straßen sind sehr gut, das Wetter leider nicht. Es regnet manchmal und der Wind bläst (wieder aus der richtigen Richtung). Das Team Porsche hängt sich bei uns an. Ich fahre vorneweg, doch leider hab ich nur das Begrenzungslicht eingeschaltet. Ich werde von einer Polizeikontrolle aufgehalten, der ganze Tross hinten nach. Ich mach ein unschuldiges Gesicht – das wirkt! Ich brauche nichts bezahlen und weiter geht es. Nach einem kurzen Tankstopp und nach einer „technischen Pause“ erreichen wir die Grenze. Das letzte Stück der Straße geht es auf einer Bundesstraße. Alle sind ein wenig angespannt was uns erwartet. Wir müssen zuerst in Polen ausreisen, das dauert. Boris hat über Funk gemeldet, dass er Probleme hat, weil sein Fahrzeug ein ehemaliges Militärfahrzeug ist. Wir stehen und warten, bis wir endlich drankommen. Es werden die Pässe abgenommen, dann wieder warten – es dauert. Endlich dürfen wir Richtung Weißrussland weiterfahren. Auch hier – warten. Wir bekommen Formulare, müssen Formulare abgeben, bekommen neue usw. Dann sehen wir und warten wieder. Vor uns die Jaguare und Mercedes. Nach vier Stunden des sinnlosen Wartens geh es endlich weiter. Nach der Grenze wartet Alla auf uns. Wir kaufen noch die Maut-Box. Aber auch hier das dauert. Pro Fahrzeug zirka 20 Minuten. Endlich habe wir es geschafft, wir fahren ins Hotel, das nicht weit entfernt liegt. Das Hotel Herimitage ist wunderschön. Das Essen schmeckt hervorragend. Und zum guten Schluss kommen auch die Motorräder etwas verspätet und auch der Volvo hat seine Reparatur erledigen können und ist mit Applaus von der Gruppe empfangen worden. Der goldene Mercedes kommt anscheinend auch noch, aber erst spät in der Nacht. An der Bar werden die Tageserlebnisse aufgearbeitet.



Tag 6

Brest - Homel - 19.09.2017
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Heute starten wir wieder um 08.00 Uhr in unterschiedlichen Gruppen. Wir, die Entengruppe bleiben beisammen. Heute ist das Wetter sehr schön. Morgentau hat unsere Autos nass gemacht. Wir fahren zuerst ein Stück über die Autobahn, dann geht es auf der Bundesstraße dahin. Endlose Landschaft! Manchmal zieht sich die Straße scheinbar unendlich dahin. Links und rechts der Straße riesige Felder und Wälder, alles ist flach. Es ist wenig Verkehr und die wenige Lastwagen können wir leicht überholen. Wir haben eingeplant, dass wir nach Pinsk fahren. Diese kleine Stadt liegt inmitten der Prypjatsümpfe. Es ist eine schöne Barockstadt, aber nicht unbedingt DAS Highlight. Wir fahren weiter, immer der Schnellstraße entlang. Heute sind wir wieder zirka 8 Stunden im Auto unterwegs. Die Landschaft ist nicht sehr abwechslungsreich. Wir sind froh, als wir endlich in Gomel ankommen. Wir wohnen im Park Hotel Zamkovyj, einem sehr gemütlichen Hotel mit bewachtem Parkplatz. Christian muss noch an seinem Jaguar umher schrauben. Auch die Damen mit dem goldenen Mercedes haben es geschafft. Alle jubeln, als sie zum Abendessen im Restaurant des Hotels Zamkovyj erscheinen. Alla macht wieder ein perfektes Briefing, für unseren Grenzen Tag morgen, denn dann geht es nach Russland. Wir gehen bald zu Bett, denn morgen wird sehr anstrengend!



Tag 7

Hommel - Orjol - 20.09.2017
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Wir müssen heute früh aus den Federn. Frühstück um 06.00 Uhr 06.30 Abfahrt im Konvoi zur Grenze. Bei einem Bahnschranken trennt sich unsere Gruppe, weil ein Zug kommt. Wir finden an der Tankstelle wieder zusammen, wo wir alle unsere Tanks auffüllen und wo wir die Maut-Box zurückgeben können. Das dauert!! Auch hier wieder warten! Eine Dame macht die gesamte Tankstelle und den Bürokratismus für die Rückgabe der Box. Endlich haben alle ihre Dinge erledigt, es geht weiter. Wir fahren über kleine Hinterstraßen zur Grenze. Dabei passieren wir kleine Ortschaften und bekommen so das Leben hier ein wenig besser mit. Kleine Großteils hölzerne Häuser mit farbigem Anstrich, Kinder die auf den Bus warten in schönen Uniformen. Nun erreichen wir die Grenze. Zuerst die Weißrussische Grenze natürlich. Hier auch wieder warten, Formulare, Pass, Zulassungsschein, Zollerklärung abgaben usw. Warten, wieder warten. Dann endlich „dürfen wir „ weiterfahren. Wir warten im Niemandsland im Dreiländereck Ukraine, Russland, Weißrussland zusammen. Auf der Russischen Seide das Ganze nochmals, aber in verschärfter Form. Jetzt muss das Gepäck ausgeladen werden. Es wird alles kontrolliert, auch unter dem Auto. Es wird sogar zweimal kontrolliert. Es dauert! Wir stehen insgesamt 5 Stunden, bis es endlich weitergeht. Nun hat es wieder zu regnen begonnen. Wir fahren so schnell es geht, aber wir haben Gegenwind und der Regen bremst auch. Es ist Abend als wir endlich in Orjol ankommen. Das Hotel ist einfach gefunden, beim Parkplatz müssen wir ein wenig suchen. Jeder ist vom langen Tag geschlaucht. Es gibt dann noch Abendessen und Informationen für morgen von Alla. Es gibt wieder mal Hähnchen, was nicht allen wirklich gut kommt! Es soll aber laut Alla morgen weder Ente noch Huhn geben. Bin müde, gehe bald zu Bett!



Tag 8

Orjol - Woronesch - 21.09.2017
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Beim Frühstück ist natürlich unser Thema, wie geht es dem Volvo Team. Das Radlager ist kaputt und muss getauscht werden. Alla sucht über Telefon eine Werkstatt zu finden. Sie bleiben in Orjol um hier nach Lösungen zu suchen. Wir fahren jedoch weiter. Christian hatte gestern mit seinem Jaguar einen Motorbrand. Gott sei Dank konnte er den Brand löschen und das Auto ist noch fahrbereit. Er muss jedoch seine Zündkabel tauschen. Der Mercedes von Team 4 ist soweit wieder ok. Frank muss jedoch Getriebeöl nachfüllen. Wir putzen unsere Enten heraus, danach kann es losgehen. Wir haben heute eine Strecke von 350 Kilometer vor uns. Das Wetter ist herrlich! Wir starten und fahren entlang unserer GPS Route. Übrigens mit dem GPS Gerät kommen jetzt alle gut zurecht. Wir lassen die Stadt Orjol hinter uns und fahren auf einer ganz gut ausgebauten Straße Richtung Osten. Immer wieder treffen wir unsere Teilnehmer. Jeder fährt individuell, nur wir Enten fahren hintereinander, was immer wieder zu freundlichen Begrüßungsgesten führt. Die Leute filmen uns während der Fahrt vom Auto raus oder machen Fotos. Wir haben heute einen Zwischenstopp eingeplant in der Stadt Jelez. Diese Stadt liegt an einem Fluss. Wir suchen das Zentrum, müssen aber einmal fragen. Dann erreichen wir die Fußgängerzone und kehren in einer Pizzeria ein. Diese schaut modern aus, aber mit dem Service klappt es nicht so gut. Schön langsam treffen immer mehr Teilnehmer der Rally ein. Wir essen eine Kleinigkeit, dann fahren wir weiter. Unser Ziel Woronesch hat zirka eine Million Einwohner. Dementsprechend viel Verkehr ist bei der Einfahrt in die Stadt. Unser Hotel Hampton by Hilton liegt im Zentrum. Die anderen Teilnehmer sind schon eingetroffen nur unser Volvo und die beiden Motorräder und natürlich Alla sind noch nicht da. Boris hat Probleme mit der Zündung bei seinem VW Iltis. Er hat es genau bis zur Hoteltür geschafft, dann nichts mehr. Er ist natürlich genervt und sieht sich schon liegengeblieben. Nun bekommen wir die Information, dass das Team Volvo leider die Reise aufgeben muss, weil keine Ersatzteile für den Volvo zu kriegen sind. Alle sind ein wenig traurig. Wer wird der nächste sein? Für Boris gibt es jedoch Erleichterung. Er und Christian reparieren das Fahrzeug und er kann wieder fahren. Morgen haben wir eine lange Strecke vor uns und zwar von Woronesch nach Wolgograd 581 Kilometer



Tag 9

Woronesch - Wolgograd - 22.09.2017
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Nach dem Frühstück gibt es Briefing. Alla erklärt uns den Tagesablauf. Einige Teilnehmer haben Probleme mit den GPS Geräten. Christoph kümmert sich darum. Abfahrt um 08.00 Uhr. Boris hängt sich an unsere Entengruppe an. Die Fahrt ist heute sehr anstrengend. Viel Verkehr, schlechte Straßen und extremer Seitenwind. Gewaltig sind die endlosen Felder links und rechts der Straße. Ich hab noch nie so riesige Felder gesehen. Es wackelt hin- und her. Das Überholen ist mit meiner müden Ente nicht immer einfach. Es fahren extrem viele Lkw’s und die zu überholen ist immer ein Kraftakt für meine Ente. In einem kleinen Kaffeehaus kehren wir ein. Es gibt guten Espresso und allerlei Gebäck, süß und sauer. Jürg lädt uns ein, denn er hat heute Geburtstag. Dann geht es weiter. Auch heute fallen wir wieder auf, ganz egal wo wir stehen oder fahren. Jeder hupt und blinkt uns an oder winkt uns einfach zu. Wie überall ist es auch hier so, dass die Autofahrer mit den dicksten Autos die rücksichtslosesten Fahrer sind. Man muss ordentlich zuschauen, dass man da nicht unter die Räder kommt. In Wolgograd angekommen, navigiert uns Christoph in die Stadt und zum Hotel. Ich muss kurz Mal halten, denn bei meinem Scheinwerfer hat sich der Einsatz gelöst und drohte auf die Straße zu fallen. Mit einem Gewebeband ist das Problem gleich behoben. Wir wohnen wieder im Hamton by Hilton. Die Zimmer sind schön, ein großer Parkplatz ist auch da. Um 19.30 Uhr geht es zum Abendessen in ein Restaurant außerhalb des Hotels. Wir essen in einem Restaurant mit Live Musik, naja so was ähnliches, ein Sänger trillert seine Songs zur Musik aus dem Rekorder. Das Essen hervorragend. Die Fahrt war heute sehr anstrengend, gehen früh zu Bett.



Tag 10

Wolgograd - 23.09.2017
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Nach dem Frühstück wartet bereits unsere Reiseleitung auf uns. Es geht los Richtung Mamai Hügel. Hier steht die Mutter Heimat Statue mit 85 Meter Höhe. Bevor man auf den Hügel kommt, passiert man eine Menge anderer Statuen der Helden die hier bei der Verteidigung des Vaterlandes gefallen sind. Die Schlacht um Stalingrad war eine der Verlustreichsten Schlachten im 2. Weltkrieg. Wir wandern den Hügel hinauf. Die Schlachten um diesen Hügel forderten 1,5 Mio. Opfer auf der russischen und 800.000 auf der deutschen Seite. Die Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht, dennoch, es konnten die Russen Ihr Land verteidigen. Ganz ehrlich – man bekomm Gänsehaut bei all dem was man sieht. Stalingrad; so viele Geschichten hab ich von den Heimkehrern des Weltkrieges darüber gehört, nur wenig in der Schule. Jetzt stehe ich da, wo viele meiner Landsleute das Leben lassen mussten für einen sinnlosen Krieg! Gibt es überhaupt einen sinnvollen Krieg? Ein wenig drückt das Ganze schon aufs Gemüt! Zum Mittagessen kehren wir in ein tolles Kaffeehaus ein. Wir essen Porsch, die bekannte Suppe aus Roter Rübe. Wir fahren weiter und dann gibt es noch die Gelegenheit das Kriegsmuseum zu besichtigen. Ich verweigere, denn ich will nicht noch mehr erfahren vom Leid der Geschichte. Die Sonne scheint, wir sitzen auf einer Mauer, hoch oben über der Wolga und schauen den Flussschiffen zu, wie sie vorbeiziehen. Das Abendessen wartet, ich muss jetzt aufhören, aber wir hören uns ja morgen wieder – Gute Nacht!



Tag 11

Wolgograd - Astrachan - 24.09.2017
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Wir haben um 08.00 Uhr Abfahrt. Jeder verstaut schon Mal seine Sachen, dann noch die Scheiben reinigen, dann geht es zum Frühstück. Die Straße von Wolgograd Richtung Astrachan ist anfänglich noch sehr dürftig. Schlaglöcher, Eisen- und Straßenbahnen die kreuzen, Ampelregelungen die unverständlich sind. Wir kommen dennoch gut voran. Das Team Jaguar überholt uns. Je weiter wir aus der Stadt hinaus kommen, desto besser wird die Straße und desto weniger Verkehr gibt es. Die Landschaft wird immer trockener. Wir folgen heute den ganzen Tag der Wolga. Meist ist sie nicht zu sehen. Die Landschaft gleicht nun dem Wilden Westen. Weite Savannen, trockene, staubige Luft. Es wird immer heißer, auch bei uns in der Ente. Wir beneiden diejenigen, die ein Schiebedach oder Aircondition haben. Immer wieder werden wir von den vorbeifahrenden Autos gegrüßt und „Daumen nach oben“! In Cacan Aman, ziemlich in der Mitte der Strecke von Wolgograd nach Astrachan machen wir Mittagspause. Hier kann man über eine etwas holprige Straße direkt an das Ufer der Wolga fahren. Wir parken unsere Autos direkt am Wasser, die Autos im Kreis aufgestellt. Nun nimmt jeder seine Picknicktische und Sessel heraus. Charlotte bringt die Melone, Wir steuern Kabanossi bei, Jürg und Maja reichen die Geburtstagspralinen von Jürg und Heidi trägt auch was dazu bei. Gleich stoßen neugierig Einheimische dazu. Wir reichen Ihnen Schokolade und lassen sie beim Schnaps kosten. Gleich ist Freundschaft hergestellt. Dann noch ein Blick unter die Motorhaube, dann sind die glücklich. Nun kommt auch noch das Team vom Jaguar zu uns gestoßen. Wir fotografieren mit den Einheimischen. Auch ein Hund und eine Katze gesellen sich zu uns. Wir müssen weiter. Wie Gemsen klettern unsere Enten die holprige Straße hinauf. Es geht zügig dahin. Der Verkehr ist gering, die Straßen gut. Wir kommen nach Astrachan und finden gleich unser Hotel Astrakhan.



Tag 12

Astrachan - 25.09.2017
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Nach dem Frühstück nimmt uns die lokale deutschsprechende Reiseleitung in Empfang. Zuerst geht es zur Stadtrundfahrt. Wir besichtigen den Kreml und eine der darin liegenden orthodoxen Kirchen. Es gibt eine weiße Mauer um den Kreml und auf jeder Ecke einen Turm. Unsere Reiseleitung erklärt uns die Zusammenhänge der Geschichte sehr anschaulich. Anschließend fahren wir mit dem Bus aus der Stadt hinaus in Richtung Wolga Delta. Hier ist in einem kleinen holzvertäfelten Restaurant das Mittagessen vorbereitet. Es gibt Fischsuppe und Fischleibchen. Gleich nach dem Essen fahren wir mit mehreren Booten mit jeweils 5 Personen und dem Bootsführerbesetzt ins Wolgadelta. Die Wolga fließt ins Kaspische Meer. Wir fahren eine Ewigkeit, bis wir das Kaspische Meer erreichen. Viele kleine Inseln liegen hier. Hier gibt es auch die Lotus Blume, die zwar jetzt nicht blüht, aber deren Stängel aus dem Wasser aufragen. Man kann deren Samen essen. Weiters zeigen Sie uns Wassernüsse und eine Pflanze, die im Volksmund „Frauenhirn“ heißt. Es wird darüber natürlich gewitzelt, weil die Pflanze eher klein ist. Dann geht es zurück. Die Fahrt fühlt sich ewig an, weil es sehr kalt und windig ist. Es sind kaum Vögel zu sehen. Beim Restaurant angekommen geht es zurück ins Hotel, wo das Abendessen schon auf uns wartet. Ich arbeite noch ein wenig an meiner Ente, weil der Rückspiegel nicht hält, und bei jedem LKW sich zurückdreht. Mit Superkleber sollte das jetzt halten. Wir verabschieden uns heute schon von Alaa unserer Reiseleiterin für Russland und Weißrussland.



Tag 13

Astrachan - Atyrau - 26.09.2017
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Wir starten alle um 08.00 Uhr. Vorne weg die Motorräder, dahinter die Enten und dann die „schnellen“ Mercedes, Jaguar und VW. Gleich bei der ersten Ampel trennt sich das Feld. Wir steuern die erste Tankstelle an, so wie von Alla empfohlen und tanken voll. Dann geht es weiter Richtung Grenze. Die Straßen sind noch recht passabel. Wir müssen über eine mautpflichtige Pontonbrücke. Die Fahrt über diese Brücke ist eigen, denn alles bewegt sich, ein wenig wie wenn man auf einer Luftmatratze gehen würde. Weiter geht es Richtung Grenze. Die Grenzabfertigung auf der Russischen Seite ist unkompliziert. Es wird nochmals ins Auto geschaut, Pässe kontrolliert, Stempel, nochmals eine Kontrolle, dann dürfen wir weiter. Nun fahren wir ein ziemlich langes Stück bis wir zur Grenze von Kasachstan kommen. Es geht über eine Brücke auf der die ersten Kontrollstationen sind. Wieder Pässe herzeigen, wir bekommen einen Laufzettel, Formulare ausfüllen, Stempel. So wie wir das kennen. Nur nun sind die Leute freundlich, lustig und wollen Fotos mit unseren Oldtimern machen. Endlich haben wir nach zwei Stunden die Grenze passiert. Hier watet Larissa auf uns. Wir müssen eine Autoversicherung abschließen. Dazu sind einige kleine Hütten aufgestellt, in denen die Versicherung verkauft wird. Entgegen der Auskunft die wir hatten, werden nur Landeswährung bzw. Rubel akzeptiert. So bringe ich meine letzten Rubel an den Mann, denn einige haben keine Rubel mehr. Larissa hilft ebenfalls mit Geld aus. Wir werden mehrfach von den Grenzsoldaten aufmerksam gemacht, dass die Straßen schlecht sind und wir aufpassen sollen. Auch Larissa meint, dass die Straße wirklich in einem schlechten Zustand ist. Na dann los! Auf die Rumpelpiste! Das erste Stück ist noch ganz passabel, aber dann wird es wirklich schlimm. Schlaglöcher so groß, dass wahrscheinlich unsere Beiwagenmaschinen als Ganzes darinnen Platz fänden. Dazu türmt sich der Asphalt durch den Druck der Reifen manchmal zu einem Längsgrad auf, auf den man leicht aufsitzen kann. Viele Schleifspuren anderer Fahrzeuge zeugen davon. Vor allem die tiefer gelegten Autos müssen hier aufpassen. Über 200 Kilometer geht es nun teilweise in Schritttempo dahin. Immer wieder abbremsen, links und rechts ausweichen und dann erwischt man doch noch eines der kleineren Schlaglöcher. Mir tut meine Ente leid, aber da muss sie einfach durch. Auch hier werden wir Hupen und Winken freundlich von den Menschen begrüßt. Vor uns fahren zwei LKW’s. Einer der beiden versucht nun wirklich ein Überholmanöver, am „Pannenstreifen“  der eine Schotterpiste ist. Er zieht eine Staubfahne hinter sich her. Hast Du so was schon gesehen? Kurz danach werden die LKW’s aufgehalten. Die Polizisten kennen den Fahrer und dieser hat wohl veranlasst, dass wir aufgehalten werden. Alle Enten rechts ran. Grund des Stopps; die Polizisten und die LKW Fahrer lassen sich mit uns fotografieren. Weiter geht es. Nach einem Tankstopp erreichen wir endlich Atyrau. Unser Hotel ist ein moderner Glaskasten aber sehr schön. Wir parken unsere Fahrzeuge und checken ein. Zum Abendessen gibt es Buffet. Beim Briefing werden „Klarheiten beseitigt“. Die Spritplanung der nächsten Tage bereitet einigen Kopfzerbrechen. Wir arbeiten daran!



Tag 14

Atyrau - Kul'sary - 27.09.2017
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Nach dem Frühstücksbuffet haben wir noch Zeit im Hotel. Die Abfahrt ist für 12.00 Uhr geplant. Die Straße ist heute ein Traum. Wir fahren über endlose Steppen, manchmal stehen Kamele am Straßenrand. Wir fahren wieder im Entenkonvoi. Jürg macht das Schlusslicht. Leider funktioniert bei ihm das Licht nicht und wir werden wieder bei einer Polizeikontrolle angehalten. Sein Lichtschalter ist kaputt, er kann es aber gleich vor Ort reparieren. Dann geht es weiter. Die Straßen sind gegen gestern einfach ein Traum. Gelegentlich kommen wir bei Friedhöfen vorbei, die meist weit außerhalb des Ortes liegen. Diese Friedhöfe haben kleine Häuschen, in denen die Toten bestattet werden. Boris fährt mit seinem VW-Iltis voraus, wir hinten nach. Dunkle Wolken ziehen auf, wir fahren in einen Regenschauer. Gleich ist der vorbei und es ist wieder schön. Bei Ankunft in Kul’sary gibt es ein wenig Verwirrung. Wir haben das Hotel Shanghai in unserem Roadbook, tatsächlich ist aber ein anderes Hotel gebucht. Das Navi führt uns zum Hotel Bakai. Eine sehr nette „mondgesichtige“ Köchin vom Hotel, hilft weiter, obwohl wir uns nur mit „Hände und Füße“ verständigen können. Nun müssen wir irgendwie die Gäste so verteilen, dass jeder in sein Hotel kommt. Die einen Gäste kommen ins Hotel Bakai, die anderen ins Hotel Agatay. Zum Abendessen treffen wir uns im Hotel Bakai, in dem auch Christoph und ich nächtigen. Die Motorradfahrer kommen zum Schluss.  Das Abendessen ist wunderbar, aber die Stimmung ist es nicht. Ich mache mit Larissa ein Briefing, um das Programm für den nächsten Tag zu besprechen. Das Stimmungsproblem liegt wahrscheinlich am Lagerkoller, den man bekommt, wenn man längere Zeit mit fremden Menschen zusammen ist. Meine zwei Flaschen Wodka, die ich für die Gruppe ausgebe, helfen nicht wirklich die Stimmung zu verbessern. Na Mal schauen wie das morgen sein wird.



Tag 15

Kul'sary - Jazliq - 28.09.2017
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Wir starten heute schon um 07.00 Uhr, denn heute wird der stärkste Tag der Tour. Wir haben 454 Kilometer auf sehr, sehr schlechten Straßen vor uns. Außerdem erwartet uns die Grenze mit zirka 3 bis 4 Stunden Wartezeit. Boris fährt mit seinem Iltis VW voraus, wir hinten nach. Geplant ist, dass wir uns in Beineu, zirka 80 Kilometer vor der Grenze an der Tankstelle treffen. Die Straßen sind anfänglich noch ganz ok, aber dann werden sie immer schlechter. Schlaglöcher mit bis zu 2 Meter Durchmesser und einer Tiefe von 10 bis 20 Zentimeter! Wir versuchen links und rechts daran vorbei zu fahren, manchmal rumpeln wir auch in eines der Löcher hinein. Es geht oft im Schritttempo voran. Endlich erreichen wir Beineu. Hier gibt es zu unserer Überraschung aber nicht eine, sondern mehrere Tankstellen. Wo ist Larissa?? Wir fahren durch den Ort, dann wieder zurück. Dann folgen wir dem geplanten Track, über eine Eisenbahnlinie. Die Straße ist abenteuerlich! Was wir vorhin als schlechte Straßen bezeichnet haben ist jetzt bei diesen Verhältnissen wieder Relativ. Keine Tankstelle, keine Larissa. Ich rufe an, wir vereinbaren wieder zurück über die schlechte Straße zu fahren. Nun treffen wir Larissa bei einer Tankstelle, an der wir zwei Mal vorbeigefahren sind. Wo waren die Beiden Damen Larissa und Elvira als wir vorbeifuhren? 12 Oldtimerautos wären doch nicht zu übersehen gewesen! Nun gut, wir haben uns gefunden. Nun tanken wir 92 Oktane Benzin, bevor es weitergeht. Wieder über die schlechte Straße die wir nun das Dritte Mal fahren. Die Straße wird aber bis zum Ziel nicht besser werden, im Gegenteil. Wir fahren nun 200 Kilometer auf einer extremen Rumpelpiste. Ich versuche immer wieder den Löchern auszuweichen, meist gelingt es. Endlich erreichen wir die Grenze. Nun heißt es wieder Warten. Larissa hat für uns eine eigene Linie vorbestellt, so müssen wir uns nicht an den zahlreichen PKWs anstellen, die wahrscheinlich bis zu 24 Stunden an der Grenze stehen müssen, die Armen! Wir können gleich vorfahren, warten aber auch ewig, bis wir drankommen. Formularen ausfüllen, Stempel, Zollerklärung abgeben usw. Nach ewiger Wartezeit können wir endlich auf die Usbekische Seite weiter. Auch hier das gleiche Spiel wieder. Anstellen, Zollerklärung, Versicherung, Stempel usw. Warten, Warten, Warten. Endlich sind wir durch. Wir warten zusammen und fahren wieder im Konvoi. Die Straßen fast gleich schlecht wie in Kasachstan. Die Sonne geht unter und wir haben immer noch ein Stück vor uns. Wir bleiben zum Fotostopp für den Sonnenuntergang stehen. Beim Wegfahren hat Heidi mit Ihrer Ente ein Problem. Das Kupplungsseil ist gerissen. Jürg schafft es aber mit ihrer Ente bis zum Hotel ohne Kupplung zu fahren, ein Profi eben der Jürg. In der Dunkelheit gelingt es noch weniger, den großen Schlaglöchern auszuweichen, die kleinen machen mir mittlerweile nichts mehr aus. Ein- zwei Mal sind auch größere Löcher dabei, eines dürfte auch meine Felge beschädigt haben. Endlich erreichen wir das Teehaus. Die anderen sind schon da und haben schon gegessen. Es gibt hervorragende Suppe mit Fleisch und Nudeln und dann Rindfleisch mit Kartoffel und Gemüse. Wir schlafen im Teehaus in Mehrbettzimmern. Alles ist einfach, primitiv, aber wenn man Müde ist, dann geht das auch. Boris sägt einen Wald nieder denn es hier in der Steppe gar nicht gibt! Zum Glück gibt es Ohropax.



Tag 16

Jazliq - Nukus - 29.09.2017
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Das Frühstück im Karakalpakistanischen Teehaus ist einfach, aber gut. Wir müssen jetzt die Ente von Heidi reparieren, das Kupplungsseil ist gerissen. Frank Stefan und natürlich Jürg pflanzen einen Ersatz ein. Dafür, dass Enten keine Zugvögel sind, haben sie es schon sehr weit geschafft.

Bei meiner Ente ist eine Schramme in der Felge. Da dürfte ich gestern wirklich einmal voll reingekracht sein. Die Jaguar, Mercedes und VW-Fahrer und die Motorräder sind am Morgen gestartet. Nachdem die Ente von Heidi mit dem Ersatzkupplungsseil ausgestattet ist, können auch wir los. Entlang der Straße sehen wir immer wieder die Behausungen der Kamelhirten, die an einem Traktor einen Wohnanhänger angehängt haben, mit dem Sie ihren Kamelherden folgen. Gegen Mittag finden wir auf halber Strecke ein nettes Kaffeehaus in das wir einkehren. Auch unsere Mechaniker stoßen zu uns. Beim Zahlen mit der Landeswährung SUM kommt man ganz schön ins Schwitzen. Wir zahlen 145.000 Sum für 8 Personen, also rund 15 Euro für uns alle zusammen! Es geht weiter auf guter Straße. Man sieht in der Steppenlandschaft auch einige Ölbortürme. Zuerst noch einige Schlaglöcher, dann wird die Straße bis Nukus immer besser. Sie gleicht einer Autobahn, obwohl immer wieder Fahrzeuge (Geisterfahrer) entgegen kommen. Erntefahrzeuge sind unterwegs, so überladen, dass Sie fast die ganze Straße brauchen. Die Stadt Nukus breitet sich ziemlich weit aus. Wir fahren eine Weile, bis wir endlich das Zentrum erreichen. Unser Hotel liegt am Rand des Zentrums. Wir beziehen die Zimmer und freuen uns auf eine Dusche. Unsere Reiseleitung hat Benzin für uns besorgt. Es gibt auf den Tankstellen meist nur Gas, Diesel ist überhaupt Mangelware und Autobenzin gibt es nur mit 80 Oktan. Wir bekommen dann doch 91iger Oktan, der in Plastikfässer angeliefert wird. Direkt vor dem Hotel wird Benzin mit Schlauch in die Kanister unserer Fahrzeuge abgefüllt. Rauchen verboten!! Die Fahrer der großen Autos, wie Jaguar, Mercedes und Porsche haben mit dem Benzin keine Freude, weil der Motor mit diesem Benzin nicht richtig läuft. Auch die Ente mag diesen nicht, aber akzeptiert ihn mit gelegentlichen Nachstottern beim Abstellen und mit weniger Leistung. Zum Abendessen sind wir im Hotel. Es gibt wirklich gutes Essen, alle sind zufrieden.



Tag 17

Nukus Khiva - 30.09.2017
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Heute geht es um 08.00 Uhr los. Gleich beim ersten Kreisverkehr hat eine unserer Enten einen Patschen. Ich hole den Wagenheber, Jürg schraubt das Rad ab und bringt ein neues an. Nach 10 Minuten geht es weiter. Wir sind fast so schnell wie bei der Formel I. Die Straße nach Khiva ist teilweise ganz gut, teilweise eine Katastrophe. Neben der alten Straße, wird eine neue gebaut. Teilweise dürfen wir diese neue Straße auch benützen. Die Beschilderungen sind hingegen beachtenswert. Da steht eine Tafel „Einfahrt verboten“ und alle Autos fahren trotzdem auf dieser Zufahrt auf die neue Autobahn auf. Wir trauen uns natürlich nicht, denn wir haben gelernt den Straßenverkehrszeichen zu gehorchen. Aber bald biegen auch wir auf diese Straße, da es zwischen der alten und neuen Straße einen Verbindungsweg gibt. Wir haben heute rund 200 Kilometer zu fahren. An einer Kreuzung gibt es Stau, weil offensichtlich alle Autofahrer auf die riesige Wasser Fontaine schauen, die 20 Meter in die Höhe spritzt. Unser Navi führt uns heute mal so richtig in die Irre. Wir werden auf eine Nebenstraße abgeleitet und stehen dann plötzlich vor einer Sperre. Ich hab zudem auch einen Platten. Unser Werkstattwagen mit Stefan und Frank ist aber gleich hinter uns. Ratz-Fatz ist der Reifen gewechselt und es geht weiter. Die Straße ist die reinste Rumpelpiste. Immer wieder muss ich mich fragen, warum macht ich das nur, mit so einem kleinen Auto eine so weite Strecke, auf so schlechten Straßen zu fahren. Wir kommen in Khiva an und unsere Reiseleiterin wartet bereits auf uns. Schnell Zimmer beziehen und dann geht es los zur Stadtbesichtigung von Khiva. Ganz Khiva ist ein lebendiges Freilichtmuseum. Markant sind die mächtige Stadtmauer und die von weitem zu sehenden Minaretten. 1001ne Nacht kommt einem in den Sinn, wenn man durch die Gassen marschiert. Unser Guide erklärt sehr bemüht in schlechtem Deutsch die Geschichte, der Stadt. Khiva ist mit seinen Medresen, Palästen, und Moscheen faszinierend. An jeder Ecke sind Souvenirläden. Es ist schon sehr touristisch, aber trotzdem schön. Beim Hotel wartet Thomas unser „technischer Reiseleiter“ mit Benzin auf uns. Jeder tankt sein Auto voll, denn morgen gibt es keine Tankstellen auf der Strecke sondern erst in Buchara. Unsere betagte Reiseleiterin Larissa kümmert sich liebevoll um uns, aber man merkt ihr schon ein wenig an, dass das alles schon viel für Sie wird. Morgen geht es nach Buchara!



Tag 18

Khiva - Buchara - 01.10.2017
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Einige Teilnehmer haben Magen/Darmverstimmung. Einer der Motorradfahrer ist noch nicht fit selber zu fahren, so fährt einer der Mechaniker mit seiner Beiwagenmaschine und er fährt im Werkstattwagen mit. Diese beiden Motorradfahrer haben meine vollste Bewunderung, denn auch mit der Ente ist es schwierig die schlechten Straßen zu bewältigen, aber mit Beiwagenmaschinen aus dem zweiten Weltkrieg ist das nochmals GANZ was anderes. Nach dem Frühstück fahren wir los. Wir fahren die gleiche Straße zurück die wir gestern gefahren sind und zwar bis Urgench. Dann geht es auf extrem schlechten Straßen weiter. Schlaglöcher – eines nach dem anderen. Nach einer längeren Strecke (ca. 60 Kilometer) teilweise im Schritttempo geht es auf eine Autobahn. Auch hier wieder fahren die Leute wie sie wollen. Die einen fahren auf einer gesperrten Straße, die anderen kommen als Geisterfahrer entgegen, einfach Abenteuerlich. Schnell haben wir uns an diese Fahrweise angepasst und Fahrverbote, Einfahrtsverbote sind nur mehr Hinweisschilder und nicht mehr Gebotsschilder. Von den 460 Kilometer fahren wir zirka 300 Kilometer auf perfekter Autobahn. Wir kehren einmal in ein Kaffeehaus ein, trinken Nescafe und Essen mitgebrachte Butterkekse. Dann geht es weiter. Heute machen wir auch einen Mittagsstopp. Es stehen einige Reisebusse da. Die Fahrgäste bewundern unsere Fahrzeuge und unser Vorhaben. Deutsche Gäste fragen nach Details – Franzosen rufen „vive la France“, der Enten wegen. Auf der Autobahn bleiben wir am Pannenstreifen stehen und füllen unsere Tanks auf, denn Tankstellen gibt es die ganzen 400 Kilometer nicht, oder sie haben geschlossen bzw. sind nur GAS-Tankstellen. Ein Polizeistreife kommt sofort herbei – natürlich als Geisterfahrer entgegen der Fahrtrichtung und fragt uns nach unserem Befinden und ob wir was brauchen. Leider müssen wir wieder runter von der Autobahn. Nun geht es wieder los – Schlagloch nach Schlagloch. Wir fahren langsam um nicht wieder einen Reifen zu beschädigen. Bei einer Tankstelle bleiben wir stehen. Leider haben die nur 80 Oktane Benzin. Es kommt ein Usbeke zu uns, fragt uns aus und ist begeistert von unserem Vorhaben. Er hört nicht zu reden auf, gibt uns Nüsse als Geschenk und Weintrauben und meint, er wird mit uns ins Hotel fahren. Er will uns auch eine Tankstelle zeigen. Das ist zu viel der Freundlichkeit! Wir fahren hinter ihm her, biegen, dann aber ab. Auch unser neuer Freund dreht um und steht wieder da. Plötzlich mischt er sich beim Tanken ein und plötzlich hätte ich 41 Liter Benzin zu bezahlen. Soviel passen nicht rein, auch wenn ich die Kanister fülle. Das ist zu viel! Ich befehle ihm uns hier in Ruhe Tanken zu lassen, jeder bezahlt seine Rechnung selber, daraufhin zieht er ab! In Buchara wohnen wir im Hotel Siyawusch unweit der Altstadt. Wir beziehen die Zimmer. Es kommen heute drei neue Teilnehmer mit dazu. Die einen wechseln sich mit dem Team 4 ab, die dann ab Taschkent zurückfliegen. Einer der Herren hat mir auch meine Lichtmaschine mitgenommen – ich freue mich!  Ein Herr kommt noch aus Hamburg dazu, der für die Städtepartnerschaft Shanghai – Hamburg zuständig ist. Er fährt nur ein Stück mit uns. Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant unweit unseres Hotels. Zwei Damen fehlen, denn die fühlen sich nicht so gut.



Tag 19

Buchara - 02.10.2017
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Ich hab heute vereinbart, dass Thomas von unserer lokalen Agentur, Stefan unser Mechaniker und ich zu einer lokalen Werkstatt schauen um meine Stoßdämpfer zu reparieren und die Lichtmaschine zu tauschen. Nach dem Frühstück fährt die Gruppe zur ganztägigen Stadtrundfahrt. Am Vormittag fahren Sie mit dem Bus und besichtigen die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Am Nachmittag führt Larissa die Gruppe durch die Altstadt. Sie sehen das Ismail Samani Mausoleum, die Kalan Moschee, die Miri Arab Medresse sowie die Festung Ark. Christoph ist auch mit dabei, während wir zum Mechaniker fahren. Der „Master“ wie Thomas unser lokaler Agenturbetreuer ihn nennt, schaut sich die Sache kurz an. Am Abend können wir das Auto wieder abholen. Er wird versuchen neue Stoßdämpfer zu finden. Die Lichtmaschine sollte kein Problem sein. Frank und ich gehen zurück in unser Hotel. Ich checke meine Mails und korrigiere meinen Reisebericht. Gegen Mittag kommt Christoph von der Gruppe zurück. Wir gehen gemeinsam mit Frank Mittagessen. Nach einigem Suchen finden wir ein passendes Restaurant. In einem vorherigen Restaurant hatten uns Gäste gesagt, hier nicht zu essen, denn hier wird man abgezockt. Nun gut, wir speisen auf jeden Fall gut, der Preis ist extrem niedrig. Dann gehen wir zurück. Hier wartet bereits Thomas auf uns. Es sind auch noch Reifen eines Mercedes zu tauschen. Während Frank mit Thomas zum Reifenhändler fährt, schaue ich beim „Master“ nach. Der liegt gerade unter meiner Ente und schraubt. Er spricht kein Wort Englisch, so ist die Verständigung schwierig. Er zieht die letzten Schrauben fest und dann sagt er „finish“, probiert dabei nicht einmal aus ob die Stoßdämpfer funktionieren, denn er hatte den Fehler gefunden. Ich probiere – hurra die funktionieren wieder, wie hat er das nur gemacht? Das Problem dürfte der falsche Einbau gewesen sein und zudem hat er die Stoßdämpfer entlüftet. Genaueres kann er mir nicht erklären, aber auch Thomas sagt mir, dass es am Einbau lag. Na egal, jetzt kann es losgehen. Die Lichtmaschine passt auch wieder. Zurück zum Hotel. Das Abendessen haben wir in einem Privathaus. Es gibt wieder allerhand Vorspeisen, dann Fleischstrudel, Nachspeise, Obst und Vodka. Dazu gibt es Livemusik, von Mozart bis „Ein Schiff wird kommen“. Alle sind happy – wir fahren zurück zum Hotel.



Tag 20

Buchara - Samarkand - 03.10.2017
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Wir starten wieder wie gewohnt. Die Motorräder früher, wir später und die schwereren Fahrzeuge zum Schluss. Die Straße ist heute wieder mal nicht so toll, aber auch nicht ganz schlecht. Die Schlaglöcher sind zwar da aber nicht so groß wie die Tage vorher. Für die 280 Kilometer brauchen wir dann doch 5 Stunden. Es geht vorbei an zahlreichen Baumwollfelder, die gerade abgeerntet werden. Heute ist es mal so richtig warm, denn die Tage bzw. Wochen vorher war es immer kühl. In einer Karawanserei machen wir einen kurzen Stopp. Auch hier wurden die Reste des Bauwerkes wieder restauriert, aber so, dass man schon sieht, dass das meiste nicht mehr original ist. Es kommen auch Christian und Rita dazu und dann noch einige aus der Gruppe. Leider hat mein Stoßdämpfer nicht lange gehalten und ich gehe nun davon aus, dass die Information des Falscheinbaues nicht stimmte, sondern, dass es schlicht weg die schlechten Stoßdämpfer sind, die obwohl neu, halt nicht funktionieren.  In der Ferne sieht man schon die Berge. Unterwegs machen wir Halt bei einem Baumwollfeld. Usbekistan gehört zu den größten Baumwollproduzenten der Welt. Die Baumwolle wird aber jetzt weniger angebaut wie noch vor einigen Jahren, weil auch hier wechselweise auch Getreide angebaut wird. Einen weiteren Halt machen wir in einer ehemaligen Karawanserei. Hier stehen nur noch Fragmente und die wurden teilweise neu aufgebaut. Wir kommen am späteren Nachmittag in Samarkand an. Zu unserer Überraschung ist das Hotel Regal Palace direkt am Flughafen in Samarkand, was mich als Hobbypilot freut, aber die anderen nicht so. Zum Abendessen haben wir heute wieder einen Bus, der uns zu einem privaten Restaurant bringt. Ich schraub noch ein wenig an meiner Ente herum, der Außenspiegel wird bei Gegenverkehr mit LKW’s immer verstellt. Der Hunger ist schon groß, wir haben Mittag heute nichts gegessen. Das Restaurant in dem wir heute Abendessen ist eine Großgastronomie. Hier finden mehrere Hochzeiten und sonstige Feiern gleichzeitig statt. Wir sind im Russischen Salon in den oberen Stockwerken. Das Essen besteht wie üblich aus verschiedenen kalten und warmen Vorspeisen und dann als Hauptgang Gegrilltes. Nach dem Essen schwingen einige unserer Damen noch das Tanzbein zu Popmusik. Einige unserer Rally Teilnehmer haben Probleme mit der Verdauung und könnten heute beim Essen nicht dabei sein.



Tag 21

Samarkand - 04.10.2017
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Der heutige Tag gehört Samarkand. Die Stadt ist nach ihrem Begründer Samar benannt, „Kand“ heißt Stadt. Zuerst besuchen wir das Timur Mausoleum. Es ist schon faszinierend, wie die Baumeister jener Zeit es schafften, Perspektiven und Dimensionen in Szene zu setzen, die heute noch beeindrucken. Es geht weiter zum Registan Platz mit seinen berühmten Medressen. Medressen sind Universitäten aus dem 17. Jhd. Diese wurden wunderbar restauriert. Dieser riesige Platz mit den drei Seitenteilen und den Minaretten schaut einfach beeindruckend aus. Jede Medresse hat eine hoch aufragende Fassade, die mit Minaretten flankiert sind. Es gibt bei jeder einen Innenhof, in die die Zellen der Studenten ausgerichtet sind.  In den ehemaligen Zellen in denen die Studenten wohnten, sind jetzt Souvenirläden eingezogen. Larissa erklärt uns die Zusammenhänge der Geschichte. Zum Mittagessen kehren wir in einem Cafe ein und essen Suppe. Heute ist es wirklich sehr kalt, ich hab zu wenig Kleindung mit, mir ist kalt. Weiter geht die Besichtigung mit dem Besuch der Nekropole Shohizinda und zum Gur Emir Mausoleum. Es regnet sogar ein wenig, aber am Nachmittag kommt dann doch noch die Sonne raus, es bleibt aber frisch. Wir fahren zurück ins Hotel und haben noch Zeit zum Relaxen, bevor wir zum Abendessen losstarten. Heute sind wir in einem privaten Haus wo uns die Nationalspeise Plov serviert wird. Plov ist ein Reisgericht, daß zusammen mit Gemüse und Fleisch gekocht wird und dann mit einer Garnitur aus Wachteleiern serviert wird. Dazu gibt es natürlich Wodka, den Larissa und Thomas spendieren aber auch Paul lässt eine Runde springen. Dann geht es zurück ins Hotel, alle sind müde vom langen Tag. Morgen geht es nach Taschkent, da müssen wir schon früh los!



Tag 22

Samarkand - Taschkent - 05.10.2017
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Nach dem Frühstück starten wir. Vorneweg die Mercedes, dann die Motorräder und dann starten wir. Die Jaguar und Porsche fahren später los. Eine Tankstelle zu finden ist vorerst gar nicht so leicht, denn die einen haben geschlossen, die anderen haben kein Benzin. Wir finden dann doch eine Tankstelle die 91 Oktan Benzin hat. Ich bekomme einen Anruf vom Motorradteam, dass sie liegengeblieben sind und den Mechaniker brauchen. Ich verständige das Mechaniker Team die sich um die beiden kümmern. Die Fahrt geht zwischen Baumwollfelder immer Richtung Osten nach Taschkent. Unterwegs kehren wir in eine Raststätte ein. Es ist noch früh, aber wir nehmen trotzdem hier unser Mittagessen auch gleich ein. Es gibt spezielle Brote, die mit Fleisch gefüllt sind. Diese werden in einem Steinofen gebacken, in dem Sie einfach an die Ofenwand geklatscht werden. Ist ein wenig deftig, vor allem um die Zeit, aber was soll’s man muss nehmen was man kriegt – oder? Immer wieder passieren wir Straßenkontrollen. Die schauen ein wenig aus wie Grenzkontrollen. Immer wieder werden wir aufgehalten. Die Polizisten wollen wissen woher wir kommen, welches Auto wir fahren usw. Dann geht es weiter. Wir bekommen eine Zeit lang Polizeieskorte. Das Auto fährt mit eingeschaltetem Drehlicht vor uns her, lässt uns auch nicht überholen. Nun gut, wir fahren nach und irgendwann verlieren wir ihn dann. Die Einfahrt nach Taschkent ist abenteuerlich. Die Autos fahren links und rechts vorbei. Bodenmarkierungen sind fast nie vorhanden und wenn, schert sich niemand drum. Eine dreispurige Straße geht auch für 4 Autos. Man muss wahnsinnig aufpassen, denn die fahren einem links und rechts vor. Zudem muss ich auch meine Enten dahinter im Blick haben, um niemand zu verlieren. Wir kommen zu unserem Hotel. Das GPS ist nicht auf dem letzten Stand, wir müssen einige Male einen U-Turn fahren, weil wir so wie im GPS vorgesehen nicht fahren können. Dann sehen, wir das Hotel, können wieder nicht abbiegen. Wir müssen wieder einen U-Turn fahren, können dann aber wieder nicht abbiegen, also nochmals das Ganze. Endlich angekommen, müssen wir feststellen, dass das gar nicht das Ramada Hotel ist. Dennoch, die anderen Autos sind schon da und sind berechtigter Weise aufgebracht, warum das falsche Hotel im Road Book angegeben ist. Leider ist unser Motorradteam immer noch auf der Strecke und versuchen das Motorrad zu reparieren. Auch der Jaguar von Christian und Rita hat ein Problem und ist noch nicht da. Um 15.00 Uhr findet die Stadtrundfahrt statt. Vom Bus aus erklärt Larissa die Sehenswürdigkeiten. Wir steigen auch zwei Mal aus. Zum Abendessen ist das Motorradteam immer noch nicht da. Christian hat es wieder einmal geschafft die Reparatur selber zu erledigen. Morgen verlassen uns zwei Damen, die mit dem goldenen Mercedes unterwegs waren. Nach dem Abendessen gibt es eine kleine Verabschiedungsfeier. Morgen werden wir unsere erste Passstraße fahren! Bin schon gespannt!



Tag 23

Taschkent - Fergana - 06.10.2017
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Heute haben wir unseren ersten Pass vor uns. Wir starten um 08.00 Uhr. Wir brauchen eine Tankstelle, denn mein Tank ist leer. Nachdem das nicht so einfach ist, eine Tankstelle zu finden, bleiben wir einfach stehen und Tanken aus Kanister. Endlich bei der Stadtausfahrt finden wir eine Tankstelle und bekommen sogar 91iger Benzin. Dann geht es weiter Stadtauswärts Richtung Fergana. Bei einer großen Kreuzung, die völlig unübersichtlich ist, fahre ich nachdem es von Rot auf Grün schaltet los. Was ich aber nicht gesehen habe ist, dass ein Polizist auf der Kreuzung steht. Dieser pfeift mit seiner Trillerpfeife, doch ich was soll ich machen, kann ja nicht mitten in der Kreuzung stehenbleiben, also fahre ich weiter, das Trillerpfeife trillert mir nach, Heidi mit Ihrer Ente hinten nach. Charlotte, Bernadette und Jürg bleiben stehen und kommen später nach. Der Verkehr ist einfach unübersichtlich und chaotisch. Wir werden wieder mal aufgehalten. Woher, Wohin, welches Auto habt ihr – immer das gleiche, das nervt jetzt schon ein wenig. Eine Motorradstreife fährt ein Stück neben mir her – Daumen nach oben! Alles gut! Das Wetter ist leider nicht sehr gut. Es ist dunstig, nebelig und kalt. Die Straßen sind heute akzeptabel. Das heißt, man muss aber trotzdem aufpassen, denn Schlaglöcher können immer und zu jeder Zeit auftauchen, was sie auch tun. Dann erreichen wir nach einer kurzen Steigung wieder einen Checkpoint. Hier müssen wir unseren Reisepass herzeigen und ich muss auch meinen Zulassungsschein vorlegen. Wir werden registriert. Das ganze Rallye Team trifft hier zusammen. Dann geht es weiter bergauf. Die Ganze Passstraße ist eine einzige Baustelle. Es geht steil bergauf, wir müssen auf 2.270 Meter hoch! Teilweise geht es nur im Schritttempo voran. Endlich die letzte Kehren, dann geht es durch zwei Tunnels die von Militär bewacht sind. Fotografieren verboten! Nun haben wir den höchsten Punkt erreicht und es geht wieder talwärts. Es hat zu schneien begonnen. Große dicke Flocken kommen vom Himmel. Die weiße Winterpracht dauert aber nur kurz. Die Straße hinunter ins Fergana Tal ist neu. Demensprechend brausen wir Enten hintereinander den Berg hinunter. Dann noch ein Checkpoint, wieder Pass vorzeigen, wieder treffen wir unsere Rallye Freunde. Leider sieht man von den umgebenden Bergen nichts, denn alles ist in Nebel eingehüllt. Manchmal regnet es auch leicht. Wir erreichen Fergana und unser Hotel Asia Fergana. Die anderen sind wie meistens schon angekommen und haben die Zimmer schon bezogen. Ulrich und Claudia haben auch die Umgebung schon erkundet. Jeder ist beeindruckt von unser(em)er Rezeptionist(in) mit blonden wallenden Haaren und wulstigen Lippen.



Tag 24

Fergana Tal - 07.10.2017
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Nach dem Frühstück erkunden die Teilnehmer die Stadt Fergana und das Fergana Tal. Fergana ist weniger bekannt für seine historischen Bauten, als vielmehr für die Schönheit der Landschaft und Natur. Unsere Gruppe besucht heute eine Keramikproduktion und eine Seidenweberei. Ich kümmere mich einstweilen mit Stefan und Frank um meine Ente. Wir bauen die Stoßdämpfer aus, entlüften Sie, so wie es mir mein österreichischer Entendocktor empfohlen hat und bauen sie wieder ein. Wir legen die Ente wieder tiefer, denn das hochgestellte beeinflusst die Straßenlage negativ. Dann wechseln wir noch das Öl und die Luftfilter. Anschließend mach ich eine Probefahrt durch die Stadt Fergana und suche dabei eine Tankstelle. Ich muss ganz hinaus aus der Stadt fahren bis ich endlich eine Tankstelle finde, leider hat die aber zu. Dann endlich am Stadtrand finde ich eine Tankstelle, aber die haben nur 80 Oktane Benzin. Sie meinen 91iger gibt es in Fergana nicht. Ich gebe ein wenig Oktan Booster dazu, dann sollte das auch funktionieren. Mit Stefan und Frank trinken wir nach getaner Arbeit Kaffee. Ich packe meinen Picknicktisch und die Sessel aus. Es hat auch aufgehört zu regnen und man sieht teilweise schon die Sonne ein wenig durchblinzeln. Unsere Gruppe kommt um 16.00 Uhr vom Ausflug zurück. Der Ausflug war schön, die Gruppe war zufrieden. Am Abend verabschieden wir uns von Larissa und Thomas, die morgen den letzten Tag bei uns sind.



Tag 25

Fergana - Osh - 08.10.2017
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Heute haben wir keine lange Strecke zu fahren und wieder Mal eine Grenze zu bewältigen. Wir fahren im Entenkonvoi. Die Wolken lösen sich langsam auf und endlich sieht man mal was vom Fergana Tal. Die Straße ist mal gut, Mal wieder gewohnt schlecht. Unser Navi führt uns wieder Mal über eine alte Straße, weil die neue noch nicht eingezeichnet ist. Auf dieser Strecke fährt uns ein Auto vor, dreht das Seitenfenster runter, der Fahrer zeigt auf unser Auto und macht Zeichen zum Anhalten. Wir fahren weiter, bleiben später aber nochmals stehen, denn es könnte ja was beim Auto haben. Nichts, es ist nichts beim Auto wir fahren weiter. An einem Checkpoint vor der Grenze werden wir vom Polizisten aufgehalten. Er macht Zeichen die Essen signalisieren? Dann plötzlich kommt der vorher aus dem Auto winkende Herr und schenkt jedem Auto eine mindestens 10 Kilo schwere Melone. Das nenne ich Gastfreundschaft. Es tut mir leid, dass ich dem Herrn keine Beachtung geschenkt hab, als er mich aufhalten wollte. Das kann einem in Österreich oder Deutschland oder der Schweiz nicht passieren! Vor uns fahren nun die anderen Autos, Jaguar und Porsche, wir fahren hinten nach bis zur Grenze. Hier stellen wir uns schön in Reih und Glied auf. Thomas ist bereits hier und organisiert die Einfahrt zur Grenze. Wieder werden wir umringt von neugierigen Usbeken. Wir warten wieder eine Ewigkeit bis wir einfahren dürfen. Larissa steht bei der Grenzabfertigung und hilft mit Rat und Tat. Zollerklärung, Pass bzw. Visum abstempeln usw. Wir kennen das ja nun schon zur Genüge. Dann wieder warten, warten warten. Warum geht nichts weiter? Auf der Kirgisischen Grenz stehen drei andere Fahrzeuge von uns und solange die nicht durch sind geht es nicht weiter. Endlich geht es weiter zur Grenze Kirgistan. Hier müssen wir nur den Pass abstempeln und eine „Umweltsteuer“ zahlen. Das wäre nicht viel sollte man glauben, aber wir stehen mit drei Autos wieder eineinhalb Stunden bis wir endlich durch sind. Unser neuer Reiseleiter Abdy nimmt uns in Empfang, von Thomas und Larissa haben wir uns verabschiedet. Nun treffen wir auch unsere Passagiere wieder die ja schon vor uns durch die Grenze gegangen sind. Hier wieder ein Auflauf wegen unserer Fahrzeuge. Wir werden umringt und jeder will das gleiche wissen; Welches Auto woher, wohin. Boris hat einstweilen Kaffee gemacht, weil er war der erste der durch die Grenze ging. Sie warten nun schon fast zwei Stunden. Endlich kommen die letzten durch und es geht weiter. Im Konvoi fahren wir zum Hotel Sunrise zwei. Auch hier wieder die falsche Adresse im Logbuch. Diesmal hat aber unser Reiseleiter die Situation mit den Gästen rechtzeitig geklärt, so dass auch die das Ziel erreicht sind, die vor dem Konvoi losgefahren sind. Das Hotel Sunrise liegt in Osh, in einem Innenhof in dem auch die Autos geparkt werden. Ich nehme meine Gartenmöbel heraus und wir sitzen im Hof und trinken Bier in der Sonne. Endlich ist es schön und wir freuen uns auf morgen, denn da geht es ja zum Taldyk-Pass auf 3.615 Meter. Beim Abendessen gibt es Briefing für dieses Abenteuer. Wo gibt es Benzin, wo kann man Geld wechseln usw. Ich gehe früh zu Bett, denn morgen wird ein starker Tag!



Tag 26

Osh - Sary Tash - 09.10.2017
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Nach dem Frühstück geben wir einen Teil unserer Riesenmelonen im Hotel ab, denn einerseits können wir nicht 4 Kilo Melonen essen, andererseits möchten wir auch das Gewicht loswerden. Wir starten alle im Konvoi und fahren aus der Stadt hinaus. Vor uns her fährt Abdy unser Reiseleiter. Er bringt uns zu einer Tankstelle an der es gutes Benzin gibt. Alle tanken und dann starten wir los. Zuerst fahren wir noch gemeinsam, doch dann trennt sich das Feld. Die Enten bleiben beisammen. Die Straßen sind sehr gut! Langsam und stetig geht es immer mehr bergauf. Die Siedlungen werden weniger und kleiner. Dort ein Haus, da eines. Immer wieder stehen Pferde am Rand. Hi und da müssen wir anhalten weil eine Schafherde die Straße blockiert. Wir fahren den Fluss Gulach entlang und überqueren diesen immer wieder. Immer tiefer werden die Schluchten links und rechts, die Berge werden immer höher. Der Schnee kommt  immer näher an die Straße heran. Die Straßen sind, abgesehen von den Schneekettenschleifspuren gut. Wir machen einige Fotostopps. Die Landschaft ist grandios. Meine Ente schnurrt die Bergstraße hinauf, aber den 4. Gang brauch ab jetzt nicht mehr. Es wird die Straße immer steiler. Unser GPS-Gerät zeigt 2000 Meter an. Wir steigen weiter hinauf, links und rechts der Straße Schnee. Immer noch gibt es kleine Ortschaften, mit Menschen, die in ärmlichen Verhältnissen leben. Nun geht es richtig zur Sache!! Weiße Pracht soweit das Auge reicht! Eine fantastische Winterlandschaft macht sich breit. Der Regen der letzten Tage im Fergana Tal war hier wohl Schneefall. Am Straßenrand liegt immer noch Schnee. Nun geht es nur mehr im ersten Gang die letzten 200 Meter hinauf. Oben angekommen fallen wir uns in die Arme, wir haben es geschafft, wir haben den Taldyk-Pass erklommen Wir sind mit unseren 30- und weniger PS Enten auf 3.615 Meter angelangt. Es ist sehr kalt, daher fahren wir rasch weiter. Nun geht es hinunter, dann schlängelt sich die Straße wieder hinauf. Die LKW’s fahren im Kriechgang hinauf wie hinunter. Von weitem sieht man schon Tal in dem Sary Tash liegt. Mit Motorbremsung geht es bergab. Das Tal ist eingerahmt von Bergen, der höchste davon ist der Peak Lenin mit über 7000 Meter! Die anderen Berge herum sind fast genauso hoch. Nun suchen wir unsere Unterkunft, was nicht ganz leicht ist, denn die Straße zur Unterkunft ist als solches nicht erkennbar. Durch Schlamm geht es zum Gästehaus. Die anderen – schnelleren Fahrzeuge – sind schon angekommen und haben bereits eines der beiden Gästehäuser in Beschlag genommen. Wir parken die Autos, nehmen unsere Gartentische und Sessel heraus und genießen die Sonne! Kein Wölkchen ist zu sehen, ein Panorama wie aus dem Bilderbuch. Ein Poidlman Schnapserl dazu, Mensch ist es hier schön!!! Das Abendessen findet in einer Jurte statt. Das Essen ist einfach aber gut. Es ist richtig kalt geworden, wahrscheinlich so um die minus 8 bis 10 Grad. In unserem Schlaflager, das wir uns zu fünft teilen ist nicht eingeheizt, es ist kalt. Badezimmer gibt es keines, Zähneputzen fällt heute mal aus, Duschen sowieso!



Tag 27

Sary Tash - Kashgar - 10.10.2017
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Wir müssen heute früh raus, denn heute wird ein langer Tag. Die Nacht war der reinste Horror! Es war eisig kalt im Zimmer, das Bett steinhart, ich hab überhaupt nichts geschlafen. Der Klo Gang um 02.00 Uhr in der Früh ins Plumpsklo wird unvergessen bleiben! Das Frühstück gibt es in der Jurte. Es ist zwar eingeheizt, aber der ausgefrorene Körper wird nicht so schnell wieder warm. Wir starten die Enten bei zirka minus 10 Grad. All die Unannehmlichkeiten werden mit der faszinierenden Landschaft entschädigt. Das Morgenlicht hat die Winterlandschaften in ein spektakuläres  Licht/Schattenspiel verwandelt. Alle Fahrzeuge, bis auf einen Jaguar, der angeschleppt werden muss, springen auch an meine Ente sowieso. Wir fahren gemeinsam los Richtung Pamir Highway. Die Straße geht mal rauf mal runter. Wir sind immer so auf 3.000 bis 3.200 Meter. Am höchsten Punkt des Pamir Highways bleiben wir stehen und machen Fotopause. Es bläst ein eisiger Wind - schnell weiter! Die Straße führt abenteuerlich über einen Bergkamm, bevor sie sich zur ersten Grenzstation hinunterschlängelt. Hier müssen wir wieder unsere Pässe vorzeigen und warten, was sonst. Dann geht es endlich weiter, wir sind immer noch auf über 3000 Meter! Die nächste Grenzstation ist zirka 20 Kilometer entfernt. Wir müssen hier unsere Pässe und die Versicherungsbestätigung abgeben. Das letzte Benzin von den Kanistern hab ich in meine Ente geleert, denn nach China darf man kein Benzin einführen. Endlich geht es weiter. Vor der eigentlichen Grenze, ein erster Check-Point. Hier werden alle Passdaten aufgeschrieben, dann geht es an zahlreichen LKW’s vorbei, die hier auf die Zollabfertigung warten. Wir müssen vor einem Platz parken. Die Autos werden nach Bücher und Landkarten untersucht und die Pässe werden abgenommen. Dann heißt vor einem großen Rolltor aufstellen und warten. Wir warten lange, bis ein Chinese kommt und meint – Mittagspause! Wir gehen durchs Zollgebäude und treffen vor dem Zollgebäude Hao Lei unseren Reiseleiter für China. Nun müssen wir tatsächlich warten, denn die Zöllner haben jetzt ZWEI Stunden Mittagspause. Von 14.00 bis 16.00 Uhr Lokalzeit geht jetzt gar nichts. Große Schlösser werden an den Eingangstüren angebracht. Wir warten geduldig. Um 15.45 Uhr hören wir die Nationalhymne. Um genau 16.00 Uhr kommen die Soldaten und marschieren an uns vorbei, öffnen die Gebäude, es kann weitergehen. Nun endlich dürfen wir mit unseren Fahrzeugen in das Kontrollgebäude einfahren. Hier steht ein riesiger Scanner, der immer zwei Fahrzeuge gleichzeitig scannt. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis unsere Fahrzeuge durch sind. Leider hat bei Ulrich irgendetwas nicht gepasst. Wir fahren mit Olin los, unser zweiter Guide. Hao Lei bleibt mit Ulrich und Claudia mit ihrem Mercedes zurück. Nun beginnt eine spektakuläre Fahrt an Bergen vorbei, die den Vergleich mit dem Wilden Westen nicht scheuen müssen. Noch dazu kommt das farbespiel der untergehenden Sonne. Die Farben reichen von Braun, über Gelb bis zu Ockerbraun und Rot. Die Straßen sind gut ausgebaut. Wir fahren eineinhalb Stunden im Konvoi, denn wir haben ja noch keine Kennzeichen und keinen chinesischen Führerschein. Kurz vor Kashgar müssen wir zu einem Zollabfertigungsgebäude fahren, weil dort unsere Fahrzeuge nochmals untersucht werden. Auf der Strecke gibt es immer wieder Checkpoints bei denen man teilweise sogar den Reisepass vorzeigen muss. Es ist stockfinster als wir beim Zollgebäude ankommen, kein Licht brennt weit und breit. Sind wir hier schon richtig? Nach einer Weile endlich geht es weiter. Die Lichter gehen an. Die Zollbehörde hat extra für uns die Mannschaft wieder geholt. Zuerst werden unsere Fahrzeuge desinfiziert. Dann müssen wir das Gepäck scannen und erhalten einen Einreisestempel. Das Ganze dauert eine Ewigkeit. Es ist bereits 23.00 Uhr als dann auch noch Ulrich und Claudia und die Mechaniker und Lars eintreffen. Mit dem Bus geht es dann ins Hotel. Um zirka 01.00 Uhr erreichen wir das Hotel Radisson Blu in Kashgar. Hier werden wir von einem deutschen Hoteldirektor in Empfang genommen. Es gibt auch noch was zu essen. Die haben da richtig gut für uns aufgekocht, Chinesische Küche vom Feinsten! Wir sind gerädert, am Ende! Morgen geht es dann erst um 11.00 Uhr zur Stadtbesichtigung weiter



Tag 28

Kashgar - 11.10.2017
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Wir schlafen lange. Frühstück um 10.00 Uhr, Abfahrt um 11.00 Uhr zur Stadtrundfahrt. Leider ist einer unserer Motorradfahrer krank geworden. Die eisigen Temperaturen und die Strapaze haben ihm zu schaffen gemacht, wir hoffen, dass er morgen wieder fit ist. Die Stadtrundfahrt macht Olin unser zweiter Reiseleiter, der aus Kashgar kommt. Mit dem Bus fahren wir zum Mausoleum des Usuf Hash Hajip und zum Grabmal von Abakh Hoja. Auch die Altstadt besuchen wir kurz. Die Id-Kah Moschee dürfen wir nicht besuchen, weil gerade gebetet wird. Überall Polizeikontrollen und Videoüberwachung. Vor welch mächtigem Feind haben die Chinesen eine derartige Angst? Hilfspolizisten tragen Rote Armbänder, Militärpräsenz an jeder Ecke und Polizeiposten an jeder Straße. Am 18.Oktober ist Parteitag und davor rechnet der Staat mit Protesten bzw. Anschlägen. Daher diese Überwachung. Heute Nachmittag dürfen wir unsere Fahrzeuge vom Zoll abholen. Wir fahren mit dem Bus zu unseren Fahrzeugen. Diese Parken noch schön brav dort wo wir sie hingestellt haben. Einsteigen starten, abfahren! Nein so geht das natürlich nicht. Jeder Reisepass wird kontrolliert und es wird in jedem Auto nachgeschaut. Endlich sind alle durch, wir fahren in Konvoi. Nach der ersten Mautstation verliert sich die Gruppe, nur wir Enten bleiben beisammen. Ich bringe die Gruppe sicher durch die Stadt. In der Stadt Kashgar ist alle 100 Meter eine Polizeistreife mit wunderschön blinkenden Signallichtern. Sie halten uns aber nicht auf, wir kommen gut durch die Stadt. Das Team 4 Mercedes trifft zur gleichen Zeit ein. Wir kommen gerade recht zum Abendessen. Unser deutschstämmiger Hoteldirektor Peter Stolley hat einen musikalischen Abend für uns vorbereitet, mit Tanz und lokaler Musik. Ganz besonders gut gefällt mir des Performance Tänzers, der Michael Jackson sehr gut imitieren kann. Das Hotel Radisson Blu unter der Leitung von Herrn Stolley ist wirklich sehr gut geführt und eine der besten Adressen im gesamten westlichen China!



Tag 29

Kashgar - 12.10.2017
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Nach dem Frühstück starten wir bald los unsere Fahrzeuge abzuholen. Wir haben noch ein kurzes Briefing am Parkplatz, um die Konvoi Führung zu koordinieren. Dann geht es los. Zirka 30 Kilometer außerhalb der Stadt erreichen wir das Verkehrsamt. Hier sollen wir nun unseren Führerschein bekommen und hier sollen unsere Fahrzeuge für China angemeldet werden. Zuerst fahren wir zu einer Stelle an der die Fahrgestellnummer, der Feuerlöscher und das Warndreieck gecheckt werden. Dann geht es zum Bremsenprüfstand und zur Kontrolle der Scheinwerfer. Es dauert eine Ewigkeit bis alle durch sind. Wir müssen alle Fahrzeuge bis 14.00 Uhr durchbekommen haben, sonst kommen wir wieder in die Mittagspause von 14.00 bis 16.00 Uhr und damit wäre auch nicht sicher, ob wir das alles heute schaffen. Wir kommen gut voran, 14.00 Uhr dürfte sich ausgehen. Dann kommt Heidi mit ihrer Ente dran. Doch irgendetwas passt ihnen nicht am Scheinwerfer. Sie muss nochmals durch, die Zeit läuft. Wir stehen alle in Schlange, mit unseren Papieren, nur Heidi ist nicht da. Das wird eng! Doch da kurz vor 14.00 Uhr kommt doch auch noch Heidi, auch sie ist durch. Nun fahren wir zurück zum Hotel. Da einige tanken müssen, suchen wir eine Tankstelle. Hao Lei führt uns zu einer Tankstelle. Doch die wollen uns nicht tanken lassen. Er telefoniert mit den verschiedensten Stellen, aber leider vergeblich. Wir brauchen eine Genehmigung der Polizei, dass wir tanken dürfen. Lei fährt mit seinem Auto zur Polizei. Als er mit dem Papier nach einer gefühlten Ewigkeit zurückkommt, wollen die immer noch keinen Benzin herausgeben. Wir stehen mehr als 2 Stunden an der Tankstelle, bis wir schließlich die Genehmigung bekommen – wir dürfen tanken. Doch leider, es gibt JETZT keinen Strom an der Tankstelle! Alle sind genervt! Wir müssen nun eine andere Tankstelle aufsuchen. Für Jürg gibt es Benzin aus dem Reservekanister, den wir ja gar nicht haben dürften, denn Reservekanister sind verboten, weil man daraus ja Bomben basteln könnte. Wir fahren nun zu einer anderen Tankstelle. Hier gilt es natürlich wieder anstellen. Bis alle getankt sind, dauert das natürlich. Wir schaffen es noch zum Abendessen im Hotel zu sein. Hier gibt es noch ein Briefing und unsere Kennzeichen und Führerscheine werden ausgehändigt. Nun sind wir doch wirklich alle im Besitz eines Chinesischen Führerscheines! An den Hoteldirektor übergebe ich kein Geschenk im Namen von China-Tours und bedanke mich im Namen der gesamten Gruppe für das gute Service. Er erhält auch ein Fahrzeugschild unserer Tour als Erinnerung. Nach dem Briefing geht es noch kurz an die Bar.



Tag 30

Kashgar - Aksu - 13.10.2017
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Gleich nach dem Frühstück starten wir zu unserer Tagesetappe von Kashgar nach Aksu. Zuerst verfahren wir uns gleich mal, weil das GPS eine falsche Route angezeigt hat. Aber rasch sind wir wieder auf Kurs und fahren aus dem „Gefängnis“ raus. Überall Sirenen und Blaulicht, überall Polizeisperren und Kontrollen. Wir sind froh, endlich hier weg zu kommen. Das Wetter ist heute herrlich, aber ein wenig dunstig bzw. staubig. Wir folgen von Kashgar weg einem Bergzug mit steil aufragenden Felsformationen, die im morgendlichen Licht fantastisch wirken. Die Autobahn – einfach ein Traum! Keine Schlaglöcher, ebener Asphalt! Wir haben heute rund 470 Kilometer zu machen, bei diesen Straßen ein Vergnügen. Schön langsam kommen wir in die Taklamakan Wüste, die uns heute den ganzen Tag begleiten wird. Auf der linken Seite bleibt unser ständiger Begleiter der Gebirgszug, von dem aus die Taklamakan Wüste ihren Ausgang nimmt. Die Sicht ist schlecht, denn der Sand der Wüste ist auch in der Luft. Wir können heute Mal unsere Enten so richtig laufen lassen, denn die Straßen sind sehr gut und der Verkehr ist gleich null. Immer wieder bleiben wir am Straßenrand zum Fotografieren stehen. Nach zirka 250 Kilometer bleiben wir stehen und tanken. Dazu brauchen wir natürlich wieder unseren Lei, der für uns seinen Personalausweis hergeben muss, damit wir tanken können. Auch einige andere Fahrzeuge aus unserer Gruppe sind hier bei der Tankstelle und machen eine Rast. Tanken müssen nur die Enten, die größeren Fahrzeuge haben genug Benzin für die Weiterfahrt. Wir packen unsere Gartentische und Sessel aus und sitzen in der Sonne. Jeder hat einen kleinen Snack mit. Weiter geht die Fahrt in die Stadt Aksu am Rand der Taklamakan Wüste. Hier sind nicht so viele Polizeikontrollen, es geht viel relaxter zu. Die Polizeikontrollen, die wir heute passierten wollten nur eines; „Selfies“ mit sich und den Enten. Im Hotel angekommen, beziehen wir die Zimmer und bereiten uns fürs Abendessen vor. Das Hotel Hongfu Jinlan **** hat 4 Sterne, wirkt aber schon ein wenig abgewohnt. Das liegt aber auch daran, dass wir gestern mit dem Radisson Blu wirklich verwöhnt wurden! Abendessen gibt es um 19.00 Uhr.



Tag 31

Aksu - Kucha - 14.10.2017
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Wir verlassen heute Aksu und fahren nach Kucha. Da wir heute durch ein Gebiet fahren, dass von Polizei extrem kontrolliert wird, müssen wir im Konvoi fahren. Vorneweg die Motorräder, dann die Enten und dann die Großen, wie Mercedes Jaguar und VW. Das Frühstück im Hotel Hongfu Jinlan ist gewöhnungsbedürftig, denn es ist rein chinesisch. Was die sich in der Früh so reinstopfen! Aber auch für uns ist was dabei. Es geht hinein in die Berge. Diese Berge sind etwas ganz besonderes. Es sind kahle, felsige, schroffe Felsen, aus sandigem Gestein in den Farben Braun, Oker, ins rötliche gehend. Nur spärlich wächst etwas im Tal. Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Wir kommen zu einer großen Polizeistation mitten im Nichts. Jetzt bekommen wir „Begleitschutz“. Ein Polizeiauto fährt vorne weg. Wir fahre mit 20 bis 30 KMH auf wunderbaren Straßen – das nervt. Dann die nächste Polizeistation, wir bekommen ein neues Begleitfahrzeug. Wieder geht es im Kriechtempo dahin. Links und rechts der Straße immer das gleiche Bild. Pappelreihen und einstöckige Häuser mit Stacheldraht rund herum. Es begegnen uns kleine dreirädrige Fahrzeuge, die allerhand geladen haben. Kay fährt mit seinem Motorrad vor uns. Eine Henne steht mitten auf der Straße, weicht dann aber in die verkehrte Richtung aus. Kay erfasst sie, die Federn fliegen, gibt es heute am Abend wieder Huhn? Weiter zur nächsten Polizeistation. Wieder Wechsel des Begleitfahrzeuges. Unser Konvoi hält natürlich auch die anderen Fahrzeuge auf, auch die sind genervt. Vor uns biegt ein LKW einfach quer über die Straße ab, Kay kann grade noch bremsen, der Gummi raucht von seinem Reifen! Nach mehreren Stationen erreichen wir nach mehrstündiger Fahrt endlich unser Ziel, die Buddha Grotten von Kizil. Diese liegen in einem Tal das von Bergen umgeben ist. Die Grotten sind in einen steilen Felsen gehauen, der über Stiegen zu erreichen ist. Der Buddhismus wurde von den Moslems vertrieben, die die Felsmalereien zerstört hatten. Man hat einen wunderbaren Ausblick über das Tal. Nach einer ausführlichen Besichtigung geht es weiter nach Kucha. Diese Fahrstrecke dürfen wir „Gott sei Dank“ ohne Polizeibegleitung fahren. Die nervige Fahrt mit Begleitschutz, wird durch diese spannende Fahrt entschädigt. Es geht durch eine Traumlandschaft aus verschiedensten Felsformationen, wellenartig, mal rauf mal runter. Wir müssen über einen Pass, auf dem sich schwere LKW’s hinaufmühen. Dann geht es nur mehr hinab ins Tal. Wir müssen nochmals tanken. Das funktioniert wieder so, dass Lei unser Guide seinen Personalausweis hergeben muss, damit wir tanken dürfen. Bei der Einfahrt nach Kucha werden alle Fahrzeuge von der Polizei angehalten. Der Grund dafür? Keine Ahnung, nach einigem hin- und her fahren wir weiter ins Hotel Kuche-Hotel. Nach Zimmerbezug geht es zum Abendessen. Einige sind schon früher angekommen, weil Sie die Buddha Grotten ausgelassen hatten. Ein Briefing gibt es morgen!  



Tag 32

Kucha - Korla - 15.10.2017
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Nach dem Frühstück fahren wir im Konvoi zu den Klosterruinen von Subashi. Nach zirka 20 Kilometer erreichen wir diese Sehenswürdigkeit liegt vor einem Gebirgskamm. Die Stadt war einst durch den Fluss geteilt. Heute ist dieser Fluss ausgetrocknet. Es stehen nur noch Fragmente und man kann sich kaum vorstellen, wie das mal ausgeschaut haben könnte. Weiter geht es zum Feuersignalturm. Dieser Turm gehörte einst zu einem Verteidigungssystem, zudem auch die Chinesische Mauer gehörte. Es wird auch behauptet, dass dies einst der westlichste Punkt der Chinesischen Mauer war. Der Turm liegt auf einem Hochplateau mit einer beeindruckenden Aussicht. Gegen Mittag verlassen wir diese Sehenswürdigkeit und fahren Richtung Korla. Zirka  300 Kilometer liegen vor uns. Die Fahrt ist eintönig, denn es geht durch Wüstenlandschaft, die anfänglich noch faszinierend ist, aber je länger man unterwegs ist, desto einschläfernder wäre es, wenn es nicht die Kontrollen gäbe. Ja die sind wirklich eine Abwechslung. Zweimal mussten wir aussteigen und wie bei einer Einreise den Pass vorzeigen. Der Pass und wir selber wurden fotografiert, was einigen Teilnehmern nicht recht gefallen hat. Diskussion zwecklos! Es geht weiter nach Korla, auf einer wunderbaren Autobahn. Die Städte gleichen sich bei der Einfahrt. Große Wohnblocks am Stadtrand, sogenannte Sattelitenstädte. Korla liegt am Südrand des Tinshan Gebirges, nördlich der Taklamakan Wüste. Der Konqi Fluss teilt die Stadt. Bei der Einfahrt in die Stadt stimmte unser GPS nicht mit der Realität zusammen. Daher mussten wir alle ein wenig suchen, bis wir die Zufahrt zu unserem Hotel fanden. Das Hotel liegt direkt am Fluss und kann nur ganz speziell angefahren werden. Man muss zuerst über den Fluss fahren und dann einen U-Turn machen. Um 19.30 Uhr gibt es Abendessen im Restaurant im 20. Stock.

Leider ist es hier in China nicht möglich, laufend Bilder hoch zu laden, denn das wird nicht überall unterstützt. 

Für unsere Schweizer Leser! Der gesamten Entengruppe geht es gut, den Fahrern wie den Fahrzeugen. Dank Jürg sind die Enten top in Schuss und laufen gut. 



Tag 33

Korla - Turfan - 16.10.2017
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Nach dem Frühstück fahren wir wieder wie gewohnt im „Entenmarsch“ mit einem Iltis als Gefährten (Iltis ist der VW von Boris) los. Ich brauche nicht mehr erwähnten, dass die Straßen gut sind, denn in China sind sie generell gut. Heute fahren wir wieder durch eine Wüstenlandschaft am Rande der Taklamakan Wüste. Zwei Mal werden wir heute wieder kontrolliert, aber die Kontrollen werden merkbar weniger. Überall wo wir stehen bleiben gibt es einen Auflauf. Jeder will uns fotografieren, frägt woher, wohin usw. Wir geben gerne Auskunft und lassen uns gerne fotografieren und fotografieren selber. Nach 220 KM tanken wir nochmals, denn dann geht es in Serpentinen hinauf in ein faszinierende Berg- und Hügellandschaft. Die Berge sind kahl, steinig und schroff. Es gibt kaum Bewuchs, nur wenige Sträucher wachsen hier in dieser kargen Landschaft. Entlang dieser zirka 60 Kilometer langen Serpentinenstraße gibt es eine „Section Control“, mit einer erlaubten Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde. Wir halten die Geschwindigkeit ein und fahren langsam bergan. Es gibt keinen Gipfel zu sehen, sondern die Landschaft steigt langsam an. Hinunter geht es auch wieder mit 60 Km/h, ohne Gas und mit Motorbremsung. Jeder ist begeistert von dieser Fahrt. Die Bergstraße läuft in ein weites Tal aus mit einer Mautstation als Abschluss. Übrigens mit den Mauten kommt einiges zusammen! Pro Mautstation zahlt man zwischen umgerechnet 7 bis 30 Euro, bei so einer langen Strecke ist das Einiges! Wieder Auflauf bei der Mautstation, alle wollen fotografieren!

In Turfan angekommen finden wir gleich unser Hotel Turfan Huozhou. Das Hotel hat 4 Sterne und ist wirklich sauber und gut. Unsere Motorräder haben ein technisches Problem. Die Mechaniker Stefan und Frank helfen so gut es geht das Problem zu beheben. Ulrich aus dem Mercedes Team erzählt von einem Beinahe Zusammenstoß mit einem LKW. Autofahren in China verlangt einiges ab. Meine Faustregel; Alles was bis zur Fahrertür nach vorne geht, kontrolliere ich, alles was hinter der Fahrertür ist, kontrollieren die hinter mir fahrenden Fahrzeuge. Damit fährt man ganz gut, bis jetzt! Die Allgemeinen Verkehrsregeln sind maximal Empfehlungen! Mit meiner Entenrunde marschieren wir vor dem Abendessen einmal um das Hotel. Das Briefing beim Abendessen macht unser Guide Hao (Hau). Die Geplante Besichtigung des Bewässerungssystems werden wir morgen machen.



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