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14.09.2017 - 05.11.2017 | Region: Asien | Länder: Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Usbekistan, China

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Meine große Reise rückt immer näher! Vom 14.09. bis 05.11.17 geht es 54 Tage entlang der Seidenstraße von Köln bis Peking. Mit insgesamt 4 Enten, sowie 8 Oldtimern und 2 Beiwagenmaschinen geht es durch Deutschland, Polen, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan nach China. Sie haben die Gelegenheit auf meinem Block jeden Tag zu schauen, wo wir gerade sind und wie es bis dahin gelaufen ist. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und bitte um Nachsicht, wenn ich nicht jeden Tag dazukomme zu schreiben.

Am 21.07.17 fand in Gäufelden bei Stuttgart das offizielle Kennenlernen der Teilnehmer und die Durchsicht der Fahrzeuge statt. Unsere Ente hatte nur kleine Mängel, die Jürg Mörf rasch behoben hat. Die Teilnehmer sind eine bunte Mischung aus Österreicher, Deutsche und Schweizer.

Am 13.09.17 geht es nun los. Mein Co-Pilot Christoph und ich fahren nach Köln. Der offizielle Start ist dann am 14.09.17 beim Schockoladenmuseum in Köln um 11.30 Uhr.

 

 

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Tag 1

Köln - Dresden - 14.09.2017
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Nach dem Frühstück in unserem Hotel Schwan in Weilerwist, geht es direkt nach Köln. Treffpunkt ist im Schokoladenmuseum. Wir sind fast die ersten, nur Christian und Rita sind schon da. Natürlich sind Andreas und Lukas sowie seine Helfer schon dabei alles für den großen Start vorzubereiten. Schön langsam treffen alle nacheinander ein. Auch unsere Enten aus der Schweiz und Deutschland treffen ein. Alle Autos werden genau geplant platziert. Nachdem alle bis auf Team 5 und Team zwei eingetroffen sind, geht es zum Briefing. Hier werden auch die GPS Geräte übernommen. Anschließen gibt es noch eine Schokoladenmuseum Führung. Die Firma Lindt hat ein Museum aufgebaut mit einer ganz tollen Lage direkt am Rhein. Nach dem Briefing kommen die offiziellen Ansprachen, der Vertreter der Stadt Köln, des Karnevalsvereines sowie des Chefs des Unternehmens China Tours. Es ist wirklich kalt und windig, aber alle harren brav aus. Auch wir haben Besuch, ein Bekannter aus Österreich, der in Köln lebt, ist bei der Veranstaltung dabei. Endlich geht es los. Mit den GPS Geräten kommen Christoph und ich nicht gleich zurecht. Nachdem wir eine falsche Abfahrt genommen hatten, kamen wir in die Innenstadt mit Einbahnen und Baustellen und LKW’s die die Straße sperren. Zu guter Letzt kommen wir aus der Stadt raus und fahren Richtung Dresden. Manchmal regnet es und es ist extrem windig. Wir überholen nur ein Fahrzeug von Jürg und Maya und Team 4 überholt uns. Wir kommen um 19.30 Uhr im Hotel an. Jetzt noch Abendessen und dann früh zu Bett, denn morgen geht es ja wieder früh weiter.



Tag 2

Dresden - Breslau - 15.09.2017
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Das Frühstück im Hotel Elbflorenz ist einfach super! Einige Teilnehmer haben noch Probleme mit dem GPS. Christoph erklärt das Gerät so gut es geht. Der Vormittag steht heute für die individuelle Besichtigung von Dresden zur Verfügung. Jeder erkundet die Stadt auf eigene Faust. Manche kennen Dresden schon gut und fahren schon früher nach Breslau los. Christoph und ich marschieren vom Hotel ins Zentrum und sehen den „Zwinger“, dann die Semper Oper, die Dresdner Altstadt und natürlich die Frauenkirche. Wir starten zur gleichen Zeit wie Team 10. Christoph navigiert mich gut aus der Stadt heraus. Die Fahrt nach Breslau dauert rund drei Stunden. Auch auf dieser Strecke wieder viel LKW Verkehr. Gleich nach der Grenze tanken wir und zahlen das erste Mal Mit Zloty. Unser Hotel in Breslau erreichen wir gemeinsam mit Team 1 und Team 11. In der Parkgarage des Hotel Sofitel Wroclaw Old Town, wurden die Parkplätze für uns reserviert, was für ein Luxus. Nach dem Einchecken geht es gleich Mal um den Hauptplatz herum. Hier gibt es viele Restaurants und sonstige Lokale. Zum Abendessen sind wir heute um 19.30 Uhr im Hotel.



Tag 3

Breslau - Warschau - 16.09.2017
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Heute startet wieder jeder wieder individuell vom Hotel. Die einen schauen bleiben noch in Breslau und die anderen fahren früher los um noch Städte am Weg nach Warschau zu besuchen. Mit der Entenrunde haben wir vereinbart, dass wir gemeinsam nach Warschau fahren. Am Weg dort hin werden wir noch nach Lodsch fahren. Wir starten um 11.00 Uhr. Ich fahre mit meiner Bunten Urlaubswelt Ente voraus, Jürg Morf macht den Abschluss mit seiner Ente mit dem markanten gelben Scheinwerfer. Christoph übernimmt in meinem Auto die Navigation mit dem GPS von China-Tours. Wir kommen gut aus der Stadt raus. Mit dem Walkie Talkie unterhalten wir uns, was nicht immer leicht ist mit unseren Dialekten. Die Autobahnen in Polen sind sehr gut ausgebaut. Man sieht hier, dass die EU viel Geld investiert hat. Bei Heidi wird der Sprit knapp, aber es gibt keine Tankstellen auf der Autobahn, so müssen wir abfahren und in einem kleinen Ort tanken. Bei Heidi funktioniert ein Scheinwerfer nicht, Jürg hat das im nu wieder repariert!. Wo immer wir fahren erregen wir Aufmerksamkeit. Die Leute winken uns zu, halten den Daumen oben oder blinken uns an. Weiter geht es nach Lodsch. Gleich im Zentrum finden wir einen Paktplatz, der sogar bewacht ist. Wir trinken Kaffee und marschieren einmal die Flaniermeile bzw. Einkaufsstraße auf und ab. Leider ist das Wetter nicht besonders, es regnet ganz leicht. Dann geht es weiter Richtung Warschau. Wir bekommen einen Anruf, dass ein Mercedes Probleme hat, aber unser Mechaniker ist schon vor Ort und kümmert uns darum. Auch bei meinem Auto hat es was. Die Lichtmaschine lädt nicht. Jürg meint, das kriegen wir hin. Um Strom zu sparen fahre ich ohne Licht bis nach Warschau. In Warschau ist es nicht ganz einfach unseren Weg zu finden, aber Christoph macht das gut und so kommen wir gut nach Warschau zum Parkplatz des Hotels Polonia. Wir checken ein und treffen uns beim Abendessen um 19.00 Uhr im Hotel. Der Mercedes kommt etwas verspätet an, braucht aber noch eine Werkstätte um das Problem mit dem Ölschlauch in den Griff zu bekommen. Frank will sich morgen unsere Lichtmaschine anschauen. Nach einem Bierchen an der Bar geht es zu Bett.

 



Tag 4

Warschau - 17.09.2017
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Nach dem Frühstück wartet bereits unsere Reiseleiterin Frau Marzena auf uns. Wir bekommen alle ein Headset. So ausgestattet marschieren wir zum Linienbus und fahren ins Zentrum. Wir marschieren die Königsstraße entlang. Erstaunlich, dass die Stadt nach den ursprünglichen Plänen bzw. Gemälden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Die Straße wirkt herrschaftlich. Wir marschieren in die Altstadt und besichtigen die engen Gassen und das Museum und Denkmal für das Jüdische Ghetto. Weiter geht es am Schloss vorbei, zur Johanneskathedrale und anschließend gibt es eine Schlossbesichtigung. Auch das Schloss wurde von den Nazis zerstört bzw. gesprengt und wieder aufgebaut. Die Schätze hatten die Polen vorher in Sicherheit gebracht, dadurch kann man vieles heute noch sehen. Nach der Führung haben wir noch Gelegenheit die Stadt auf eigene Faust zu besichtigen oder ins Hotel zurück zu fahren. Wir bleiben noch ein wenig, trinken etwas und essen eine Kleinigkeit. Dann Maya, Jürg und ich mit dem Taxi zum Hotel zurück. Frank, Jürg und Stefan versuchen meine Lichtmaschine wieder flott zu kriegen. Tatsächlich gelingt das auch, aber wir werden dennoch versuchen eine neue zu bekommen. Schlechter schaut es da mit dem Volvo aus, der braucht Ersatzteile. Am Abend sind wir zu einem Folkloreabend eingeladen. Es gibt gutes Essen, aber leider auch heute wie gestern wieder Ente als Hauptgang, was nicht allen Teilnehmer gefiel. Die Show war wirklich sehr nett gemacht und nachdem nur unsere Grupp war, war das sehr individuell. Zurück geht es dann wieder mit dem Linienbus. Es hat zu regnen aufgehört – es schüttet!! Die Füße schmerzen.



Tag 5

Warschau - Brest - 18.09.2017

Es gibt nach dem Frühstück noch einiges zur organisieren. Unsere Reiseleiterin von gestern hat angerufen, es fehlen noch drei Audio Systeme, der Fahrer vom Hotel meldet sich wegen den Volvo Ersatzteilen. Die meisten Autos starten um 08.00 Uhr vom Hotel. Wir vier Enten starten wieder im Entenmarsch aus der Stadt heraus. Wir tanken nochmals in der Stadt, dann geht es auf die Autobahn. Die Straßen sind sehr gut, das Wetter leider nicht. Es regnet manchmal und der Wind bläst (wieder aus der richtigen Richtung). Das Team Porsche hängt sich bei uns an. Ich fahre vorneweg, doch leider hab ich nur das Begrenzungslicht eingeschaltet. Ich werde von einer Polizeikontrolle aufgehalten, der ganze Tross hinten nach. Ich mach ein unschuldiges Gesicht – das wirkt! Ich brauche nichts bezahlen und weiter geht es. Nach einem kurzen Tankstopp und nach einer „technischen Pause“ erreichen wir die Grenze. Das letzte Stück der Straße geht es auf einer Bundesstraße. Alle sind ein wenig angespannt was uns erwartet. Wir müssen zuerst in Polen ausreisen, das dauert. Boris hat über Funk gemeldet, dass er Probleme hat, weil sein Fahrzeug ein ehemaliges Militärfahrzeug ist. Wir stehen und warten, bis wir endlich drankommen. Es werden die Pässe abgenommen, dann wieder warten – es dauert. Endlich dürfen wir Richtung Weißrussland weiterfahren. Auch hier – warten. Wir bekommen Formulare, müssen Formulare abgeben, bekommen neue usw. Dann sehen wir und warten wieder. Vor uns die Jaguare und Mercedes. Nach vier Stunden des sinnlosen Wartens geh es endlich weiter. Nach der Grenze wartet Alla auf uns. Wir kaufen noch die Maut-Box. Aber auch hier das dauert. Pro Fahrzeug zirka 20 Minuten. Endlich habe wir es geschafft, wir fahren ins Hotel, das nicht weit entfernt liegt. Das Hotel Herimitage ist wunderschön. Das Essen schmeckt hervorragend. Und zum guten Schluss kommen auch die Motorräder etwas verspätet und auch der Volvo hat seine Reparatur erledigen können und ist mit Applaus von der Gruppe empfangen worden. Der goldene Mercedes kommt anscheinend auch noch, aber erst spät in der Nacht. An der Bar werden die Tageserlebnisse aufgearbeitet.



Tag 6

Brest - Homel - 19.09.2017
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Heute starten wir wieder um 08.00 Uhr in unterschiedlichen Gruppen. Wir, die Entengruppe bleiben beisammen. Heute ist das Wetter sehr schön. Morgentau hat unsere Autos nass gemacht. Wir fahren zuerst ein Stück über die Autobahn, dann geht es auf der Bundesstraße dahin. Endlose Landschaft! Manchmal zieht sich die Straße scheinbar unendlich dahin. Links und rechts der Straße riesige Felder und Wälder, alles ist flach. Es ist wenig Verkehr und die wenige Lastwagen können wir leicht überholen. Wir haben eingeplant, dass wir nach Pinsk fahren. Diese kleine Stadt liegt inmitten der Prypjatsümpfe. Es ist eine schöne Barockstadt, aber nicht unbedingt DAS Highlight. Wir fahren weiter, immer der Schnellstraße entlang. Heute sind wir wieder zirka 8 Stunden im Auto unterwegs. Die Landschaft ist nicht sehr abwechslungsreich. Wir sind froh, als wir endlich in Gomel ankommen. Wir wohnen im Park Hotel Zamkovyj, einem sehr gemütlichen Hotel mit bewachtem Parkplatz. Christian muss noch an seinem Jaguar umher schrauben. Auch die Damen mit dem goldenen Mercedes haben es geschafft. Alle jubeln, als sie zum Abendessen im Restaurant des Hotels Zamkovyj erscheinen. Alla macht wieder ein perfektes Briefing, für unseren Grenzen Tag morgen, denn dann geht es nach Russland. Wir gehen bald zu Bett, denn morgen wird sehr anstrengend!



Tag 7

Hommel - Orjol - 20.09.2017
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Wir müssen heute früh aus den Federn. Frühstück um 06.00 Uhr 06.30 Abfahrt im Konvoi zur Grenze. Bei einem Bahnschranken trennt sich unsere Gruppe, weil ein Zug kommt. Wir finden an der Tankstelle wieder zusammen, wo wir alle unsere Tanks auffüllen und wo wir die Maut-Box zurückgeben können. Das dauert!! Auch hier wieder warten! Eine Dame macht die gesamte Tankstelle und den Bürokratismus für die Rückgabe der Box. Endlich haben alle ihre Dinge erledigt, es geht weiter. Wir fahren über kleine Hinterstraßen zur Grenze. Dabei passieren wir kleine Ortschaften und bekommen so das Leben hier ein wenig besser mit. Kleine Großteils hölzerne Häuser mit farbigem Anstrich, Kinder die auf den Bus warten in schönen Uniformen. Nun erreichen wir die Grenze. Zuerst die Weißrussische Grenze natürlich. Hier auch wieder warten, Formulare, Pass, Zulassungsschein, Zollerklärung abgaben usw. Warten, wieder warten. Dann endlich „dürfen wir „ weiterfahren. Wir warten im Niemandsland im Dreiländereck Ukraine, Russland, Weißrussland zusammen. Auf der Russischen Seide das Ganze nochmals, aber in verschärfter Form. Jetzt muss das Gepäck ausgeladen werden. Es wird alles kontrolliert, auch unter dem Auto. Es wird sogar zweimal kontrolliert. Es dauert! Wir stehen insgesamt 5 Stunden, bis es endlich weitergeht. Nun hat es wieder zu regnen begonnen. Wir fahren so schnell es geht, aber wir haben Gegenwind und der Regen bremst auch. Es ist Abend als wir endlich in Orjol ankommen. Das Hotel ist einfach gefunden, beim Parkplatz müssen wir ein wenig suchen. Jeder ist vom langen Tag geschlaucht. Es gibt dann noch Abendessen und Informationen für morgen von Alla. Es gibt wieder mal Hähnchen, was nicht allen wirklich gut kommt! Es soll aber laut Alla morgen weder Ente noch Huhn geben. Bin müde, gehe bald zu Bett!



Tag 8

Orjol - Woronesch - 21.09.2017
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Beim Frühstück ist natürlich unser Thema, wie geht es dem Volvo Team. Das Radlager ist kaputt und muss getauscht werden. Alla sucht über Telefon eine Werkstatt zu finden. Sie bleiben in Orjol um hier nach Lösungen zu suchen. Wir fahren jedoch weiter. Christian hatte gestern mit seinem Jaguar einen Motorbrand. Gott sei Dank konnte er den Brand löschen und das Auto ist noch fahrbereit. Er muss jedoch seine Zündkabel tauschen. Der Mercedes von Team 4 ist soweit wieder ok. Frank muss jedoch Getriebeöl nachfüllen. Wir putzen unsere Enten heraus, danach kann es losgehen. Wir haben heute eine Strecke von 350 Kilometer vor uns. Das Wetter ist herrlich! Wir starten und fahren entlang unserer GPS Route. Übrigens mit dem GPS Gerät kommen jetzt alle gut zurecht. Wir lassen die Stadt Orjol hinter uns und fahren auf einer ganz gut ausgebauten Straße Richtung Osten. Immer wieder treffen wir unsere Teilnehmer. Jeder fährt individuell, nur wir Enten fahren hintereinander, was immer wieder zu freundlichen Begrüßungsgesten führt. Die Leute filmen uns während der Fahrt vom Auto raus oder machen Fotos. Wir haben heute einen Zwischenstopp eingeplant in der Stadt Jelez. Diese Stadt liegt an einem Fluss. Wir suchen das Zentrum, müssen aber einmal fragen. Dann erreichen wir die Fußgängerzone und kehren in einer Pizzeria ein. Diese schaut modern aus, aber mit dem Service klappt es nicht so gut. Schön langsam treffen immer mehr Teilnehmer der Rally ein. Wir essen eine Kleinigkeit, dann fahren wir weiter. Unser Ziel Woronesch hat zirka eine Million Einwohner. Dementsprechend viel Verkehr ist bei der Einfahrt in die Stadt. Unser Hotel Hampton by Hilton liegt im Zentrum. Die anderen Teilnehmer sind schon eingetroffen nur unser Volvo und die beiden Motorräder und natürlich Alla sind noch nicht da. Boris hat Probleme mit der Zündung bei seinem VW Iltis. Er hat es genau bis zur Hoteltür geschafft, dann nichts mehr. Er ist natürlich genervt und sieht sich schon liegengeblieben. Nun bekommen wir die Information, dass das Team Volvo leider die Reise aufgeben muss, weil keine Ersatzteile für den Volvo zu kriegen sind. Alle sind ein wenig traurig. Wer wird der nächste sein? Für Boris gibt es jedoch Erleichterung. Er und Christian reparieren das Fahrzeug und er kann wieder fahren. Morgen haben wir eine lange Strecke vor uns und zwar von Woronesch nach Wolgograd 581 Kilometer



Tag 9

Woronesch - Wolgograd - 22.09.2017
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Nach dem Frühstück gibt es Briefing. Alla erklärt uns den Tagesablauf. Einige Teilnehmer haben Probleme mit den GPS Geräten. Christoph kümmert sich darum. Abfahrt um 08.00 Uhr. Boris hängt sich an unsere Entengruppe an. Die Fahrt ist heute sehr anstrengend. Viel Verkehr, schlechte Straßen und extremer Seitenwind. Gewaltig sind die endlosen Felder links und rechts der Straße. Ich hab noch nie so riesige Felder gesehen. Es wackelt hin- und her. Das Überholen ist mit meiner müden Ente nicht immer einfach. Es fahren extrem viele Lkw’s und die zu überholen ist immer ein Kraftakt für meine Ente. In einem kleinen Kaffeehaus kehren wir ein. Es gibt guten Espresso und allerlei Gebäck, süß und sauer. Jürg lädt uns ein, denn er hat heute Geburtstag. Dann geht es weiter. Auch heute fallen wir wieder auf, ganz egal wo wir stehen oder fahren. Jeder hupt und blinkt uns an oder winkt uns einfach zu. Wie überall ist es auch hier so, dass die Autofahrer mit den dicksten Autos die rücksichtslosesten Fahrer sind. Man muss ordentlich zuschauen, dass man da nicht unter die Räder kommt. In Wolgograd angekommen, navigiert uns Christoph in die Stadt und zum Hotel. Ich muss kurz Mal halten, denn bei meinem Scheinwerfer hat sich der Einsatz gelöst und drohte auf die Straße zu fallen. Mit einem Gewebeband ist das Problem gleich behoben. Wir wohnen wieder im Hamton by Hilton. Die Zimmer sind schön, ein großer Parkplatz ist auch da. Um 19.30 Uhr geht es zum Abendessen in ein Restaurant außerhalb des Hotels. Wir essen in einem Restaurant mit Live Musik, naja so was ähnliches, ein Sänger trillert seine Songs zur Musik aus dem Rekorder. Das Essen hervorragend. Die Fahrt war heute sehr anstrengend, gehen früh zu Bett.



Tag 10

Wolgograd - 23.09.2017
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Nach dem Frühstück wartet bereits unsere Reiseleitung auf uns. Es geht los Richtung Mamai Hügel. Hier steht die Mutter Heimat Statue mit 85 Meter Höhe. Bevor man auf den Hügel kommt, passiert man eine Menge anderer Statuen der Helden die hier bei der Verteidigung des Vaterlandes gefallen sind. Die Schlacht um Stalingrad war eine der Verlustreichsten Schlachten im 2. Weltkrieg. Wir wandern den Hügel hinauf. Die Schlachten um diesen Hügel forderten 1,5 Mio. Opfer auf der russischen und 800.000 auf der deutschen Seite. Die Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht, dennoch, es konnten die Russen Ihr Land verteidigen. Ganz ehrlich – man bekomm Gänsehaut bei all dem was man sieht. Stalingrad; so viele Geschichten hab ich von den Heimkehrern des Weltkrieges darüber gehört, nur wenig in der Schule. Jetzt stehe ich da, wo viele meiner Landsleute das Leben lassen mussten für einen sinnlosen Krieg! Gibt es überhaupt einen sinnvollen Krieg? Ein wenig drückt das Ganze schon aufs Gemüt! Zum Mittagessen kehren wir in ein tolles Kaffeehaus ein. Wir essen Porsch, die bekannte Suppe aus Roter Rübe. Wir fahren weiter und dann gibt es noch die Gelegenheit das Kriegsmuseum zu besichtigen. Ich verweigere, denn ich will nicht noch mehr erfahren vom Leid der Geschichte. Die Sonne scheint, wir sitzen auf einer Mauer, hoch oben über der Wolga und schauen den Flussschiffen zu, wie sie vorbeiziehen. Das Abendessen wartet, ich muss jetzt aufhören, aber wir hören uns ja morgen wieder – Gute Nacht!



Tag 11

Wolgograd - Astrachan - 24.09.2017
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Wir haben um 08.00 Uhr Abfahrt. Jeder verstaut schon Mal seine Sachen, dann noch die Scheiben reinigen, dann geht es zum Frühstück. Die Straße von Wolgograd Richtung Astrachan ist anfänglich noch sehr dürftig. Schlaglöcher, Eisen- und Straßenbahnen die kreuzen, Ampelregelungen die unverständlich sind. Wir kommen dennoch gut voran. Das Team Jaguar überholt uns. Je weiter wir aus der Stadt hinaus kommen, desto besser wird die Straße und desto weniger Verkehr gibt es. Die Landschaft wird immer trockener. Wir folgen heute den ganzen Tag der Wolga. Meist ist sie nicht zu sehen. Die Landschaft gleicht nun dem Wilden Westen. Weite Savannen, trockene, staubige Luft. Es wird immer heißer, auch bei uns in der Ente. Wir beneiden diejenigen, die ein Schiebedach oder Aircondition haben. Immer wieder werden wir von den vorbeifahrenden Autos gegrüßt und „Daumen nach oben“! In Cacan Aman, ziemlich in der Mitte der Strecke von Wolgograd nach Astrachan machen wir Mittagspause. Hier kann man über eine etwas holprige Straße direkt an das Ufer der Wolga fahren. Wir parken unsere Autos direkt am Wasser, die Autos im Kreis aufgestellt. Nun nimmt jeder seine Picknicktische und Sessel heraus. Charlotte bringt die Melone, Wir steuern Kabanossi bei, Jürg und Maja reichen die Geburtstagspralinen von Jürg und Heidi trägt auch was dazu bei. Gleich stoßen neugierig Einheimische dazu. Wir reichen Ihnen Schokolade und lassen sie beim Schnaps kosten. Gleich ist Freundschaft hergestellt. Dann noch ein Blick unter die Motorhaube, dann sind die glücklich. Nun kommt auch noch das Team vom Jaguar zu uns gestoßen. Wir fotografieren mit den Einheimischen. Auch ein Hund und eine Katze gesellen sich zu uns. Wir müssen weiter. Wie Gemsen klettern unsere Enten die holprige Straße hinauf. Es geht zügig dahin. Der Verkehr ist gering, die Straßen gut. Wir kommen nach Astrachan und finden gleich unser Hotel Astrakhan.



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