07.09.2016 - 15.09.2016 | Region: Afrika | Land: Südafrika

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Landschaftliche Schönheit voller Kontraste mit Zuckerrohrfeldern, kargen Wüstenlandschaften, Savanne, gewaltigen Bergketten, langen Stränden. Kapholländische Villen erinnern an die ersten Siedler und auf dem Lande leben die Einheimischen noch teilweise in traditionellen Hütten. In den Nationalparks und Wildreservaten wird das Leben allein von der Tierwelt bestimmt. Romantische, private Lodges laden zur Safari ein.

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1.Tag, 07.09.2016
Ich wurde am Nachmittag vom bestellten Mietwagenservice zu Hause abgeholt und auch gleich zum Flughafen nach München gebracht.
Am Check-in Schalter lernte ich dann meine Miteisenden  kennen und verstanden uns auf Anhieb gut. Nach den Formalitäten für den Flug und die Reise tranken wir noch einen Kaffee bevor wir in den Flieger stiegen. Die Maschine war nicht ausgebucht und somit hatten wir alle einen Fensterplatz und den daneben um die Beine bei dem Nachtflug hochlegen zu können.

2.Tag, 08.09.2016
Am nächsten Tag am Morgen landeten wir in Johannesburg. Zwar etwas kaputt von dem langen Flug, aber auch froh die Langstrecke schon einmal gut überstanden zu haben, stiegen wir nach einem Aufenthalt von ca. 3 Stunden in unsere Anschlussmaschine nach Port Elizabeth, mit dieser wir dann auch Mittags landeten.
Am Flughafen wartete schon unser Reiseleiter Thomas auf uns, welcher uns die kommende Woche begleiten, führen und auch unseren Bus fahren wird. 
Zeit zum Verschnaufen hatten wir nicht, denn es ging gleich los in Richtung Addo Elephant Park.  Dort angekommen picknickten wir einmal und starteten dann frisch gestärkt auf Safari. Wir hatten Glück und konnten schon einmal viele Tiere sehen.
Anschließend fuhren wir noch ca. eine halbe Stunde zu unserer ersten Unterkunft, dem Zuurberg Mountain Village. Leider ist das Hotel vor einigen Tagen einem Brand zum Opfer gefallen und somit waren nicht alle Zimmer nutzbar und auch die verbrannte Umgebung deutete noch darauf hin.
Das Wasser kam kalt und dreckig aus der Leitung, aber ich war so müde und freute mich schon so auf mein Bett, dass ich mich mit diesem Problem nicht mehr beschäftigen wollte.

3.Tag, 09.09.2016
Nach dem Frühstück unternahmen wir wieder eine Pirschfahrt im Addo Elephant Park. Nur diesmal mit unserem eigenen Reisebus. Es begann ein wenig zu regnen und nachdem wir nur einige Büffel zu Gesicht bekamen, war die Stimmung ein wenig gedämpft.
Doch als wir gerade um eine Kurve bogen, sahen wir eine Elefantenherde an einem Wasserloch stehe und das gerade einmal 3 Meter von uns entfernt. Das Wetter wurde besser und auch die Stimmung war ausgelassen vor Freude über die Sichtung.
Wir standen ca. 1 Stunde bei den Elefanten und schauten Ihnen beim Sonnen und Wassertrinken zu. Unser Reiseleiter Thomas konnte uns auch einiges über das Verhalten der Dickhäuter erzählen.
Dementsprechend fiel der Abschied schwer, als Thomas uns losreißen musste, da natürlich noch einiges am Tagesprogramm stand.
Weiter ging es in den Tsitsikamma Nationalpark. Nach einem gemütlichen Picknick an der Küste, bei diesem wir Schwierigkeiten hatten unsere Teller am Tisch zu behalten bevor der Wind diese wegwehte, machten wir uns zu einer kleinen Wanderung auf. Diese führte uns zur imposanten Hängebrücke an der Mündung des Stormsriver.
Wir fuhren in unserem Bus weiter auf der Garden Route entland der malerischen Buchten und ausgedehnter Sandstrände nach Plettenberg Bay, wo wir in unser Hotel dem Whalesong eincheckten.
Da gerade Frühling in Südafrika ist, waren die Temperaturen am Abend auch dementsprechend. So kam die gesamte Gruppe zum Abendessen auf der Terrasse im Hotel gut eingepackt mit dicken Jacken und Schals.

4.Tag. 10.09.2016
Heute war der Tag gekommen vor dem alle etwas nervös waren. Auf dem Programm stand eine Kayak Tour auf dem Ozean, welche wir nach dem Frühstück auch gleich antraten.
Wir hatten vorher schon den Hinweis erhalten, dass wir angespitzt werden, aber so viel sei schon mal verraten, dass keiner der Teilnehmer nicht bis auf die Unterhose aufgeweicht wurde.
Guten Mutes paddelte ich mit meinem Begleiter durch die Hohen Wellen hinaus auf den Indischen Ozean. Schon beim Start schwappten diese über mich in das kleine Kayak. Aber einmal diese Hürde überstanden lief das Paddeln eigentlich ganz gut.
Jedoch braute sich nach ca. 1 Stunde auf offenem Meer eine riesige schwarze Gewitterwolke über uns zusammen und obwohl wir auch gleich umdrehten, ergoss sich diese mit starkem Wind und prasselndem Regen über uns.
Wir paddelten so schnell wir nur konnten, doch langsam verliesen uns die Kräfte gegen die starken Wellen, die immer wieder ins Boot schwappten. Endlich nahe dem Strand bekam ich die Anweisung meiner Begleitung, ich sollte nun einfach nichts mehr machen, wir lassen uns von den Wellen zum Strand treiben. Die erste Welle brachte uns auch gleich einige Meter weiter zum Strand, bevor eine riesige Welle über uns zusammenschlug und unser kleines Kayak inkl. uns Insassen unter sich begrub. Wir wurden wie Seetang an den Strand gespült und versuchten nur noch das Boot und die Paddel vor dem Meer zu retten.
Den anderen Booten ging es ähnlich. Durchgefroren durften wir die heiße Dusche der Agentur benutzen und jeder hatte in guter Voraussicht  Wechselkleidung mitgebracht.
Zurück im warmen Bus ging es gleich weiter zum nächsten sportlichen Abenteuer – eine Wanderung im Robberg Naturreservat.
Davor stärkten wir uns wieder bei einem gemeinsamen Picknick bevor wir starteten.  Unser Weg führte uns auf steile Klippen, zu der Robbenkolonie und zu beeindruckenden Strände.
Kaputt fielen wir nach dem Abendessen in der Redbourne Lodge und einer netten Gesangseinlage einer Frauengruppe aus dem Township in unsere Betten im The Dunes Hotel.

5.Tag, 11.09.2016
Unser heutiges Ziel ist Robertson. Das heißt es würde der Tag im Bus verbracht werden.
Wir machten auf unserem Weg Stopp in Knysna, einem netten Hafenstädtchen und in Swellendam, ein entzückendes Städtchen mit viel Charme. In Swellendam nahmen wir unser Mittagessen in einem netten, kleinen Lokal ein, wo ich auch das landestypische Gericht Boboti versucht.
Bevor wir in unsere Unterkunft fuhren, machten wir noch Halt um eine kleine Bootstour am Breede Fluss zu unternehmen. Bei bestem Wetter und gutem Wein schipperten wir in aller Ruhe über das Wasser.
Entspannt und angeheitert trafen wir dann auch schon in auf der Wederom Weinfarm ein, auf welcher wir auch übernachteten. Sofort fühlte man sich wohl auf der Farm von Familie Du Toit. Somit schmeckte man auch beim Abendessen die Liebe zum Kochen von Mama Du Toit heraus.

6.Tag, 12.09.2016
Der Abschied fiel nach einem herzlichen Frühstück schwer. Aber es tröstete mich, da es nun endlich nach Kapstadt ging und ich schon richtig gespannt war.
Auch heute hatten wir einige Kilometer zu fahren, aber wir fuhren durch Franschoek und Stellenbosch, bei denen Thomas natürlich immer wieder interessante Anekdoten zu erzählen hatte.
In Stellenbosch stoppten wir für ein Mittagessen auf einem modernen Weingut, bevor wir die letzte Etappe antraten.
Endlich in Kapstadt angekommen, checkten wir schnell in unserem Hotel in Sea Point ein, denn wir wollten auf keinen Fall den Sonnenuntergang am Tafelberg verpassen.
Nachdem wir wieder sicheren Boden unter Füßen hatten, hatten wir ein tolles Menü in einem Lokal an der Waterfront.

7.Tag, 13.09.2016
Nach einem tollen Frühstücksbuffet im Hotel President fuhren wir entlang der Küste, dem Chapman’s Peak. Wir besuchten ebenfalls die Pinguine am Boulders Beach in dem netten Städtchen Simons Town.
Am Nachmittag stand wieder etwas Sportliches am Tagesplan. Geplant war eine Radtour zum Kap der Guten Hoffnung.  Ich quälte mich gegen den starken Wind zu radeln und immer wieder sprang die Kette aus meinem Drahtesel, aber umso stolzer war ich, als ich dann endlich das Ende Afrikas erblickte.   
Noch nicht genug mit sportlichen Herausfordernissen, wanderten wir noch zum Leuchtturm am Cape Point.
Den letzten Abend gingen wir in ein traditionelles, afrikanisches Lokal und danach noch auf ein Bier auf der Long Street.

8.Tag, 14.09.2016
Wir hatten nur noch den Vormittag zur Verfügung bevor wir die Heimreise nach Europa antraten. Also nahm uns Thomas noch mit auf eine kleine Stadtrundfahrt durch Kapstadt und ein Stündchen war dann auch noch Zeit zum Shoppen.
Bevor er uns zum Flughafen brachte, besuchten wir noch die Agentur Absolut Tours und durfte hinter die Kulisse blicken.
Und dann saßen wir auch schon wieder im Flugzeug Richtung Johannesburg und weiter nach München.

9.Tag, 15.09.2016
Früh morgens Ankunft in München und Transfer mit dem SMS nach Hause.

Melanie Niedermayr im September 2016

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