Kultur- und Weinreise Slowenien und Friaul


13.09.2023 - 17.09.2023



Wein- und Kultur in Slowenien und Friaul. Erleben Sie mit uns Weingüter, die Adelsberggrotte und die Städte Triest, Grado und Palmanova. Auf diesem Blog können Sie die täglichen Erlebnisse quasi online miterleben. Viel Spaß beim Lesen.

1. Tag - Mittwoch 13.09.2023

Abfahrt um 06.00 Uhr mit dem Bus der Firma Schranzinger vom Bahnhof Kammer. Alle sind pünktlich, es kann losgehen. Wir fahren über die Tauernautobahn Richtung Kärnten und bleiben bei der Tauernrast kurz stehen. Dann geht es weiter über Kärnten zum Karawankentunnel. Dieser lange Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien. Gleich sind wir in Bled. Hier hab ich in der Vila Preseren Plätze reserviert. Wir steigen beim Busterminal aus, von wo es nur wenige Meter zum See sind. Ich muss einstweilen Parkplatz suchen. Auf einen PKW-Parkplatz stelle ich meinen Bus ab und suche dann meine Gruppe auf. Der Blick auf den See mit seiner markanten Insel ist wirklich schön. Nach zwei Stunden fahren wir wieder los Richtung Postojna. Die Postojna Grotte liegt im Karstgebiet und ist die zweitgrößten für Touristen erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Das gesamte Höhlensystem ist 24 Kilometer lang. Der erschlossene und ganzjährig für den Tourismus geöffnete Teil umfasst 5 km. Die Strecke legt man mit einem Zug zurück. Die Stimmung in der Höhle ist einmalig. Ich hab die Grotte ja vor kurzem gesehen und bin daher nicht mitgegangen. Nach der Besichtigung hätten wir eine Sektverkostung in Dobrovo geplant, aber das geht sich leider zeitmäßig nicht mehr aus und wir fahren schnurstraks nach Gradisca di Isonzo in unser Hotel Franz. Die warten schon auf uns. Ein schönes Hotel mit einer guten Lage. Zum Abendessen gibt es ein viergängiges Menü. 

2. Tag - Donnerstag 14.09.2023

Nach dem Frühstück fahren wir los nach Triest. Zuerst ein Stück auf der Autobahn und dann der Küstenstraße entlang, vorbei an Miramare. Die Gäste steigen direkt beim Piazza Unita aus. Hier ist man mitten im Zentrum. Nun gibt es Zeit zum Shoppen. Leider zieht Schlechtwetter auf. Dunkle Wolken brauen sich zusammen! Die Stadt Triest hat zirka 200.000 Einwohner und ist Hauptstadt der Region Friaul-Julisch-Venetiens. Nach den Römern und anderen Mächten, waren auch die Habsburger Jahrhunderte lang hier und prägten die Stadt, deren heutiges Aussehen immer noch an die Monarchie erinnert. Wien am Meer wird sie auch genannt die Stadt. Bekannt ist sie natürlich heute wegen dem großen Hafen, wo viele Kreuzfahrtenschiffe täglich mit tausenden Passagieren anlanden. Aber auch der Industriehafen, bringt viele Arbeitsplätze. Hier werden große Schiffe gebaut und repariert. Um 15.00 Uhr treffen wir unsere Reiseleiterin Giovanna, die mit uns eine Stunde durch die Stadt marschiert. Anschließend geht es mit dem Schiff nach Muggia, einem kleinen Ort an der gegenüberliegenden Seite der Bucht von Triest. Muggia ist ein kleiner, romantischer Ort mit einer kleinen Festung und einem sehr schönen Ortskern mit vielen Restaurants, Cafés und Bars. Auch hier geht Giovanna mit uns einen Rundgang und zeigt uns auch, wo man gut Essen gehen kann. Ich fahre wieder mit dem Schiff zurück nach Triest und hole den Bus. Die Fahrt von Triest nach Muggia dauert zirka 45 Minuten. In Muggia angekommen sieht man über Triest, wie sich ein Unwetter zusammenbraut. Eine dicke schwarze Wand steht über dem Karstgebirge. Na hoffentlich geht sich das aus, dass meine Gäste trockenen Fußes zum Bus kommen. Tatsächlich, als die Gäste einsteigen, beginnt es zu regnen. Nun fahren wir über Triest, wo Giovanna aussteigt, zurück nach Gradisca. Ein langer schöner Tag geht zu Ende.

3. Tag - Freitag 15.09.2023

Nach dem Frühstück starten wir los nach Grado. Am Busbahhof steigen die Gäste aus, ich darf wieder hinausfahren zum 2,5 Km entfernten Busbahnhof und marschiere von dort wieder ins Zentrum. Gleich treffe ich wieder einen Teil der Gruppe, denn Grado ist ja doch ein Dorf. Grado ist sehr gut zum Einkaufen gehen, daher haben wir hier mehr Zeit eingeplant. Von Grado fahren wir über die lange Landverbindung nach Aquileia. Hier erwartet uns schon Edda. Zuerst fahren wir eine kleine Rund mit dem Bus, dann geht es zu Fuß durch die römische Ausgrabung. Immer noch wird hier nach den Resten der Römischen Bauwerke gesucht, denn die Stadt war einst die viertgrößte Stadt in Italien. Dann geht es weiter nach Palmanova. Edda fährt mit ihrem Auto voraus. Wir parken beim Porta Cividale, wo ich schon öfter mal geparkt habe. Ich muss im Bus warten, die Gäste gehen mit Edda in die Stadt. Wir haben nur eine Stunde für Palmanova, was aber reicht, denn die Stadt bietet außer dem Dom und dem Stadtplatz nicht viel. Viel mehr würde man aus der Vogelperspektive sehen, denn die Stadt ist als 8-Eck gebaut und mit dicken Erdwällen und Steinmauern umgeben. Durch die Erdwälle konnten die Feinde die Stadt vorerst gar nicht ausmachen. Das Verteidigungssystem war sehr ausgeklügelt. So konnten auch Teile der Stadtbefestigung gesprengt werden, wenn es notwendig gewesen wäre. Wir fahren weiter ins Castello di Spessa. Hier wartet schon Christina auf uns, die uns in den Weinkeller führt. Hier wohnte schon Casanova und andere berühmte Häupter. Der Wein vom Castello di Spessa wird hier nicht mehr produziert, sondern nur mehr gelagert. Die Kelleranlagen sind beeindruckend. Ein Keller wurde im zweiten Weltkrieg für militärische Zwecke 18 Meter unter die Erde gebaut. Heute lagern hier die tollsten Weine und warten auf ihre Trinkreife. Nach der Führung geht es in den Verkostungsraum, der beeindruckend ist. Wir verkosten vier verschiedene Weine, einer davon ist ein roter Merlot, die anderen sind Weißweine, wie z.B. Friulano, ein typischer Wein aus der Region. Nach der Führung gibt es noch Gelegenheit zum Einkaufen. Gut mit Wein bepackt geht es dann zurück nach Gradisca di Isonzo ins Hotel Franz. 

4. Tag - Samstag 16.09.2023

Frühstück im Hotel Franz. Nach dem Frühstück fahren wir nach Pavia die Udine, nicht weit weg von Gradisca. Hier wartet schon Mr. Tomaso auf uns. Er fährt mit uns zur Produktionshalle von Nonino. Wir fahren durch eine Allee, mitten durch das Grundstück von Nonino durch. Die Produktion des Grappa ist voll im Gange. Große Lastwagen mit Anhänger bringen die Trebern. Hier werden Sie dann gleich eingemaischt und in 12 große Stahltanks gepumpt. Innerhalb von 3 Tagen sind sie dann reif zum Brennen. Das erfolgt in 66 Brennkolben, die mit Holz ummantelt sind. Innen ist Kupfer und von unten wird heißer Dampf eingeblasen. So erreicht der Alkohol seinen Siedepunkt und geht dann über Kupferleitungen in den Destillator. Der Betrieb gehört einem Dreimäderlhaus, eine fescher wie die Andere. Leider bekommen wir sie aber nicht zu Gesicht. Nach der Besichtigung der Produktion geht es wieder über die Allee zurück zum Verkostungsraum. Hier hat Nonino wirklich eine einmalige Atmosphäre geschaffen. Meine Kunden sind begeistert, als sie den Verkostungsraum betreten. Es ist aufgedeckt wie bei einem Spitzenrestaurant für ein fünfgängiges Menüs. Für jeden Grappa ein eigenes Glas. Dazu gibt es Käse und Schokolade. Wir sehen auch den Reifekeller, aber den darf man nur von außen besichtigen. Es gibt auch die Gelegenheit zum Einkauf, dann geht es weiter. Wir fahren nun nach Udine. Die Reiseleitung empfängt uns und macht mit den Reiseteilnehmern einen Stadtrundgang. Ich darf einstweilen im Bus warten. Wir treffen uns dann wieder am Busparkplatz. Das nächste Highlight ist die Weinverkostung der Weine von Venica & Venica in den Hügel des Collios gelegen. Dieser moderne Betrieb wird auch privat geführt. Auch hier ist die Weinproduktion voll im Gange. Daher können wir nur den Keller besichtigen. Die Pressanlage und alles wo der frische Wein gemacht wird dürfen wir nicht sehen. Wir verkosten einige Weine und fahren dann weiter nach Cividale. Auch hier haben wir wieder eine Führung. Cividale ist ein kleines Städtchen, dass auch wegen des Tempietto Langobardo bekannt. Das sind Überreste aus der Langenzeit, die es nur hier gibt. Rückfahrt nach Gradisca. 

5. Tag - Sonntag 17.09.2023

Um 10.00 Uhr starten wir los. Unser Ziel ist San Daniele. Hier haben wir eine Führung in der Schinkenproduktion vorbestellt. Die Führung ist kurzweilig. Eine nette Dame erklärt uns, wie der Schinken gemacht wird. Woher kommen so viele Schweine? Anschließend sind wir zum Mittagessen hier im Restaurant der Prosciutto Produktion. Es gibt Rohschinken und Tortellini und dann noch ein Kuchen als Nachspeise. Dazu Wein und zum Schluss noch einen Kaffee. Dann setzen wir unsere Reise fort Richtung Tarvis und Villach. An der Tauern-Rast kehren wir ein. Die Baustelle auf der Tauernautobahn verursacht einen gewaltigen Stau und so beschließen wir, in Eben von der Autobahn zu fahren und dann über das Lammertal und Gosau - Bad Ischl zu fahren. Hier können wir die Zeitverzögerung von 4Stunden!!! kompensieren und kommen zu einer vernünftigen Zeit nachhause. Schön war's wieder mal in Friaul - ich komm sicher bald wieder.

Verfasser

Harald Schobesberger

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